Diese vier traditionellen Ausbildungsberufe werden in der Zukunft stark gefragt sein

Im Zuge der Digitalisierung gibt es eine Vielzahl neuer Jobs, für die es noch keinen klaren Ausbildungsweg gibt. Vor allem in der Tech- und IT-Branche ergeben sich viele neue Berufsfelder. Gleichzeitig gibt es einige Berufsfelder, die schon regelrecht „ausgestorben“ sind oder die in Zukunft immer mehr an Bedeutung verlieren werden.

Nichtsdestotrotz gibt es noch einige traditionelle Ausbildungsberufe, die in der Zukunft weiterhin stark gefragt sein werden, wie die Jobplattform Kununu schreibt. Hier sind vier Ausbildungen, die sich für euch lohnen können – weil sie auch in Zukunft weiterhin essenziell sind.

Pflege

Vor allem in der Corona-Pandemie ist aufgefallen, wie wichtig Krankenpflegerinnen und -pfleger für die Bevölkerung sind. Und trotz des digitalen Wandels werden wir vermutlich immer Menschen brauchen, die sich um andere kümmern. In Zukunft sogar noch mehr als jetzt: Die Babyboomer-Generation – also Menschen, die in den 50ern und 60ern geboren wurden – bezeichnet die geburtenstärkste Jahrgänge in Deutschland. Von ihnen werden in ein paar Jahren viele in Rente gehen. Außerdem sorgt der demografische Wandel dafür, dass Menschen immer älter werden. Daher werden vor allem im Pflegebereich in Zukunft mehr Fachkräfte benötigt, schreibt Kununu.

Die Ausbildung zur Pflegekraft dauert drei Jahre und besteht aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil. Dabei lernt ihr, kranke oder pflegebedürftige Menschen fachgerecht zu betreuen. Ihr sammelt außerdem erste Berufserfahrungen in Krankenhäusern, Praxen und medizinischen Einrichtungen. Laut Kununu könnt ihr in der Gesundheits- und Krankenpflege durchschnittlich 35.500 Euro im Jahr verdienen.

Handwerk

Als Handwerkerin oder Handwerker seid ihr stark gefragt: Dem Zentralverband des deutschen Handwerks zufolge fehlen in Deutschland aktuelle 250.000 handwerkliche Fachkräfte. Dabei gibt es verschiedene Jobprofile, beispielsweise als Klempner, Bäcker, Maler oder Zimmermann.

Die Ausbildungsdauer ist abhängig davon, für welchen Beruf ihr euch entscheidet. In der Regel dauern die Ausbildungen zwei bis dreieinhalb Jahre. Meist findet nach der Hälfte der Zeit eine Zwischenprüfung statt und am Ende der Ausbildung müsst ihr eine Abschluss- bzw. Gesellenprüfung bestehen.

Physiotherapie

Ähnlich wie auch bei den Pflegeberufen werden Physiotherapeutinnen und -therapeuten aufgrund der demografischen Entwicklung immer wichtiger werden. In der Physiotherapie könnt ihr Menschen bei ihren konkreten Problemen helfen – aber auch vorsorglich arbeiten, sodass Beschwerden gar nicht erst auftreten.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und endet mit einer staatlichen Prüfung. Dabei eignet ihr euch einerseits medizinisches Wissen an, zum Beispiel über das menschliche Skelett, Muskelaufbau und physiologische Behandlungen. Im Krankenhaus, Rehabilitationszentren oder Physiotherapiepraxen lernt ihr außerdem praktische Fähigkeiten. Im Schnitt verdienen Physiotherapeutinnen und -therapeuten jährlich 32.200 Euro.

Augenoptik

Immer mehr Deutsche sind auf Sehhilfen angewiesen. Mittlerweile sind es laut des Augenoptiker und Optometristen-Verbandes fast 64 Prozent der Deutschen – und es werden statistisch gesehen immer mehr. Vor allem jüngere Menschen benötigen immer häufiger Brillen oder Kontaktlinsen, sodass sie Hilfe von Optikerinnen und Optikern brauchen.

Bei der dreijährigen Ausbildung lernt ihr alles zum menschlichen Auge, wie man Sehhilfen anfertigt und die Kundschaft berät. Euer Wissen könnt ihr dann während der praktischen Phase zum Beispiel in einem Brillengeschäft anwenden. Laut Kununu erhalten gelernte Augenoptiker durchschnittlich ein Jahresgehalt von 30.500 Euro.

Dieser Artikel wurde am 13. Mai aktualisiert. Er ist am 12. Mai 2022 erschienen.

hr

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