Diesel- und Elektroantrieb in Käufergunst auf den hinteren Rängen

Diesel-Pkw sind in der Gunst potenzieller Autokäufer mittlerweile hinter Hybridfahrzeuge zurückgefallen. Das geht aus einer Studie hervor, die der Tankstellenbetreiber Aral am Donnerstag vorstellte. Wollte sich vor vier Jahren noch fast jeder dritte Befragte für einen Diesel entscheiden, sind es nun nur noch zwölf Prozent.

Dieseln drohen Fahrverbote. (Bild: AFP)

Für die Aral-Studie "Trends beim Autokauf" wurden im März insgesamt 1001 Teilnehmer online befragt, darunter 300 Menschen, die in den kommenden 18 Monaten einen Autokauf planten. 37 Prozent von ihnen gaben an, dass sie sich wegen der Diskussionen rund um Abgasmanipulationen und drohende Fahrverbote gegen den Dieselantrieb entscheiden wollten.

Dieselfahrer wollen tauschen

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Wenn aktuelle Dieselfahrer die Wahl hätten, würden 99 Prozent von ihnen statt einer Nachrüstung ihr derzeitiges Auto gegen ein anderes tauschen.

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Dieselfahrzeuge belegen in der Studie unter den vorgesehenen Anschaffungen den dritten Platz, davor liegen Hybridfahrzeuge (17 Prozent). Der klassische Verbrennungsmotor ist nach wie vor die beliebteste Antriebstechnik, 55 Prozent der angehenden Autokäufer wollten sich dafür entscheiden.

Der Elektroantrieb legte im Vergleich zur letzten Aral-Erhebung 2017 zwar um zwei Prozentpunkte zu, liegt aber immer noch bei nur sieben Prozent. Zwar könnten sich laut Aral viele Befragte grundsätzlich einen Elektroantrieb vorstellen, hätten aber hohe Erwartungen an Reichweite und Ladedauer.

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