Diesen Schulausflug wollte eine Mutter nicht unterstützen

Für Schulkinder ein absolutes Highlight: der Klassenausflug! (Bild: ddp)

Für die Kleinen immer das Highlight des Jahres: der Klassenausflug! Als die Mutter eines 7-Jährigen allerdings das Ziel erfährt, stellte sie sich quer – aus einem nachvollziehbaren Grund.

Oft gibt es schon Tage vorher kein anderes Gesprächsthema mehr: Wenn der jährliche Schulausflug lockt, sind die Kleinen außer Rand und Band – ein Spaß, den Eltern ihren Kindern nicht nehmen wollen. Doch im Falle eines französischen Jungen ist genau das passiert. Als die Mama des 7-jährigen Mani nämlich das Ziel des Ausflugs erfuhr, verbot sie ihm kurzerhand, daran teilzunehmen.

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Dafür hatte sie allerdings einen guten Grund: So wollte die Klassenlehrerin ihre Schützlinge zum Meerespark „Marineland Antibes“ mitnehmen, wie die „HuffPost Frankreich“ berichtet. Dort leben Delfine und Orcas in Gefangenschaft – und zwar unter miserablen Bedingungen. So beschweren sich Besucher des Parks beispielsweise auf der Internetseite „parkscout.de“, dass die Gehege „erbärmlich klein“ seien und hier eindeutig „Reibach auf Kosten der Tiere“ gemacht würde.

Das wollten Mama Audrey und ihr Sohn auf gar keinen Fall unterstützen. So schrieb Audrey als Begründung, warum Mani nicht teilnehmen würde: „Delfine und Orcas legen im Meer zwischen 100 und 200 Kilometern am Tag zurück. Wir glauben nicht, dass es ethisch vertretbar ist, diese Tiere in Pools einzusperren und sie durch Reifen springen zu lassen. Ich bringe meinen Kindern nicht bei, Tiere in Not zu bestaunen. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Mit freundlichen Grüßen, Audrey“

Diese Bilder gehören in Frankreich schon bald der Vergangenheit an. (Bild: ddp)

Ihr Sohn sah das übrigens genauso. Auf die Frage, ob er gerne ins „Marineland Antibes“ gehen würde, habe er mit Nein geantwortet, wird Audrey von der „HuffPost Frankreich“ zitiert. “Ich wäre lieber in den Vergnügungspark ‘Village des fous’ gegangen”, sagte er.

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Künftig müssen sich Eltern von französischen Kindern für so eine Entscheidung übrigens gar nicht mehr rechtfertigen: Bereits im Mai 2017 hatte Umweltministerin Ségolène Royal die Nachzucht von Delfinen und Orcas in Gefangenschaft sowie die Haltung der Meeressäuger verboten. Ausgenommen sind lediglich die Tiere, die bei Inkrafttreten des Erlasses schon in Gefangenschaft lebten. Verschiedene Tierschutzorganisationen begrüßten das Gesetz als “historischen” Vorstoß Frankreichs.

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