DIHK-Umfrage: Deutsche Unternehmen fürchten Trump

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US-Präsident Donald Trump in Nashville

Kurz vor dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in den USA am Freitag blicken die deutschen Unternehmen mit Sorge auf die transatlantischen Beziehungen. Fast jedes dritte deutsche Unternehmen, das in den USA aktiv ist, befürchtet einen Rückgang seines US-Geschäfts, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) berichten. Die Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump, Importe mit Zöllen zu belegen und die Einreise zu erschweren, verunsichere besonders den Großhandel und die deutschen Dienstleistungsunternehmen.

"Die Ankündigungen des US-Präsidenten sollten für die EU ein Weckruf sein, wieder besser zusammenzuarbeiten", fordert DIHK-Präsident Eric Schweitzer. Der Chef des Recyclingunternehmens Alba Group sagte den Zeitungen, Europa müsse sich auf seine Stärken besinnen und gemeinsam für freien Handel und offene Märkte eintreten. "Die Chancen auf den Weltmärkten müssen wir ergreifen, bevor es andere tun", mahnte Schweitzer.

Dennoch blicken die Unternehmen insgesamt optimistisch auf ihr Auslandsgeschäft und erwarten 2017 mehr Exporte. Am besten wird das Geschäft mit China eingeschätzt, noch vor der Eurozone und dem asiatisch-pazifischen Raum insgesamt. Der DIHK erwartet für 2017 ein Exportwachstum von drei Prozent.

Befragt wurden im Februar 2017 insgesamt 2200 Unternehmen, die im Ausland aktiv sind und ihren Sitz in Deutschland haben.

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