Discounter Lidl warnt augenzwinkernd vor Hamsterkäufen - die Reaktionen sind geteilt

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Mit der zweiten Corona-Welle und dem daraus resultierenden Teil-Lockdown im November ist die Nachfrage an bestimmten Produkten wieder angestiegen. Supermärkte und Discounter rüsten sich für Hamsterkäufe, appellieren zugleich jedoch an ihre Kunden, nur das einzukaufen, was ihr Haushalt wirklich benötigt. Lidl tat dies mit einem humorvollen Instagram-Post, über den allerdings nicht jeder lachen kann.

GLASGOW, SCOTLAND - OCTOBER 29:  A general view of a Lidl supermarket on October 29, 2014 in Glasgow,Scotland. Discount stores continue to increase their popularity, as Britains biggest supermarkets are challenged by the discounters taking customers.  (Photo by Jeff J Mitchell/Getty Images)
Das Lidl-Marketing-Team hat sich mit Humor an potentielle "Hamster" gewandt - das kam nicht bei allen gut an (Symbolbild: Jeff J Mitchell/Getty Images)

Der erste Lockdown hat gezeigt, dass Versorgungsengpässe nicht zu befürchten sind. Dennoch verzeichnet das Statistische Bundesamt der dpa zufolge erneut eine gestiegene Nachfrage an Artikeln wie nach Klopapier, Desinfektionsmitteln und Backzutaten.

Die Discounter-Kette Lidl nutzte Social Media, um an ihre Kunden zu appellieren und entschied sich, dies auf humorvolle Art und Weise zu tun.

“Hamster müssen draußen bleiben”, lautet die Botschaft des Instagram-Posts, mit dem Lidl seine “Türpolitik ein wenig anzupassen” versucht, wie es augenzwinkernd heißt.

Gemischte Reaktionen auf den Lidl-Gag

Dieser Ansatz kommt bei vielen Usern gut an. In den Kommentaren gab es Lob für den Türsteher-Post. Dort gibt es diverse Variationen von: “Die Lidl Marketing Abteilung find ich immer wieder genial.” Oder: “Sehr gut. Den Panikmachern auch mal mit Humor begegnen.”

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Andere hingegen bezweifeln, dass Lidl mit dem Instagram-Gag viel erreichen wird. Und einige reagieren sogar verärgert mit Kommentaren wie: “Muss ich mir jetzt schon vorschreiben lassen, was ich kaufe? Geht’s noch?” Ein weiterer User schrieb: “Die Leute können doch kaufen was sie wollen. Es geht niemanden was an, wie viel und was. Da muss Lidl sich einen Kopf machen, wie sie die Waren in ausreichender Menge ran bekommt.” Die Mutter einer Großfamilie schrieb gar von “Angst”, da sie sich bei den von ihr benötigten Mengen kritische Blicke und Kommentare ernten würde.

Auf einige dieser Bedenken und erbosten Kommentare reagierte Lidl auch und bekräftigte noch einmal seine Grundaussage: “Grundsätzlich appellieren wir an jeden Einzelnen, verantwortungsvoll mit der aktuellen Situation und rücksichtsvoll miteinander umzugehen.”

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