Diskriminiert Google die Porno-Branche?

Die Porno-Industrie bittet Google angeblich um Hilfe im Kampf gegen illegale Raubkopien, aber der Suchmaschinen-Hersteller scheint den Anfragen der Branche nicht nachzukommen. "Google diskriminiert die Erwachsenen-Industrie immer noch", erzählt die australische Darstellerin Angela White im Interview mit der "BBC".

Kürzlich habe die britische Musik-Industrie einen Deal mit Google abgeschlossen: Links zu legalen Quellen der Liederbeschaffung sollen demnach prominenter platziert werden. Zuvor hätten sich die Musikfirmen beschwert, dass Suchanfragen oft zuerst zu illegalen Angeboten geführt haben, berichtet die "BBC". Gemeint sind augenscheinlich neue Werbeformate in den Suchergebnissen, von denen Google in einem "How Google Fights Piracy"-Report spricht, der Mitte Oktober veröffentlicht wurde.

Doch obwohl die Erotik-Branche gerne einen ähnlichen Deal eingehen würde, verkaufe Google keinen Werbeplatz an diese. Die Internet-Firma wollte sich zu den Bedenken nicht äußern, heißt es weiter. "Google hält die Irrmeinung aufrecht, dass die Erwachsenen-Industrie keine legitime Branche ist", erzählt White, dabei "wird die Industrie wie jede andere professionelle Branche geführt; wir zahlen Steuern, schaffen Arbeitsplätze und tragen zur Wirtschaft bei."

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