Bundesverkehrsministerium fordert Anti-Stau-Maßnahmen der Länder zu Ostern

Am kommenden Wochenende erwartet der ADAC lange Staus auf deutschen Autobahnen wegen der Sommerferien in vielen Bundesländern und auch wegen des G20-Gipfels in Hamburg. Es gelte auf den Urlauberrouten "Staustufe Rot"

Nur die allernötigsten Baustellen sollen die Autofahrt in die Osterferien zur Geduldsprobe machen. Das Bundesverkehrsministerium appellierte an die Bundesländer, Baustellen "nur im unbedingt notwendigen Umfang" einzurichten, an Umleitungen auf Bauarbeiten ganz zu verzichten und Schwertransporte möglichst nur in der Nacht fahren zu lassen. Zudem solle das Lkw-Fahrverbot an den Ostertagen besonders streng kontrolliert werden.

"Wir wollen, dass die Bürgerinnen und Bürger möglichst staufrei in die Oster- und Pfingstfeiertage starten können", erklärte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Freitag. "Deshalb müssen die Länder die Baustellen vorausschauend planen." Bei dichtem Verkehr sollten zudem je nach Möglichkeit die Seitenstreifen auf Autobahnen freigegeben werden. "So erreichen wir, dass über die Feiertage keine unnötigen zusätzlichen Verkehrsbelastungen entstehen."

In elf Bundesländern beginnen am Wochenende die Osterferien, in Schleswig-Holstein begannen sie bereits am Freitag. Hessen startet schon in die zweite Ferienwoche. Der ADAC geht davon aus, dass der Ferienbeginn "auf fast allen wichtigen Fernstraßen" zu spüren sein wird. Ein "Stauchaos" erwartet der Automobilclub jedoch nicht. Die meisten und längsten Staus erwartete der ADAC für Freitagnachmittag und Samstag. Am Sonntag könnte es dagegen "verhältnismäßig ruhig" bleiben.

Einen drastischen Anstieg der Spritpreise müssen Autofahrer zu Ostern nach Einschätzung des ADAC nicht fürchten. Aufregung über Erhöhungen vor Feiertagen seien "inzwischen unbegründet", sagte ein ADAC-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Von Abzocke könne keine Rede sein. Die Durchschnittspreise für Benzin und Diesel seien zwar zuletzt leicht gestiegen. Dies sei aber vor allem auf den Anstieg des Ölpreises und den schwächer gewordenen Euro gegenüber dem Dollar zurückzuführen.

Schon im vergangenen Jahr hatte die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe, die seit Dezember 2013 täglich die Preise von Tankstellen in Deutschland erfasst, an Ostern und an den Sonntagen davor und danach lediglich "ganz leicht erhöhte Preise" erkennen können. "Ein deutlich erhöhtes Preisniveau über die Zeit der Osterferien hinweg" sei nicht erkennbar gewesen, hieß es in ihrem im Februar veröffentlichten Jahresbericht.

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen