Dobrindt pocht auf Anti-Stau-Maßnahmen vor Ostern

Am kommenden Wochenende erwartet der ADAC lange Staus auf deutschen Autobahnen wegen der Sommerferien in vielen Bundesländern und auch wegen des G20-Gipfels in Hamburg. Es gelte auf den Urlauberrouten "Staustufe Rot"

Vor dem Beginn der Osterferien pocht Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) auf Maßnahmen zur Reduzierung von Staus. "Wir wollen, dass die Bürgerinnen und Bürger möglichst staufrei in die Oster- und Pfingstfeiertage starten können", sagte er der "Passauer Neuen Presse" vom Freitag. In einem Brief an die Bundesländer forderte er, "Baustellen nur im unbedingt notwendigen Umfang" einzurichten und an Umleitungsstellen ganz auf Bauarbeiten zu verzichten.

Der Verkehrsminister forderte die Länder zudem dazu auf, Schwertransporte von Gründonnerstag bis Dienstag nach Ostern möglichst nur in der Nacht fahren zu lassen und das Lkw-Fahrverbot an den Feiertagen besonders streng zu kontrollieren. "Bei dichtem Verkehr sollten auch, wo es geht, die Seitenstreifen auf Autobahnen freigegeben werden", riet er.

In zahlreichen Bundesländern beginnen am Wochenende die Osterferien, es wird mit etlichen Staus gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es diesmal dem Bericht zufolge zehn Prozent mehr Baustellen.

Auch höhere Spritpreise dürften Reisenden wieder den Start in die Ferien erschweren. Schon vor einigen Jahren habe das Bundeskartellamt festgestellt, "dass es an Ostern zu erstaunlichen Preiserhöhungen kommt, die weder auf eine erhöhte Nachfrage noch auf gestiegene Rohölpreise zurückzuführen sind", sagte der CSU-Politiker Peter Ramsauer (CSU) der Zeitung.

Die Linken-Verbraucherexpertin Karin Binder sprach angesichts der höheren Spritpreise pünktlich vor Ostern von "reiner Abzocke". Das habe nichts mit Marktwirtschaft zu tun und müsse durch ein starkes Kartellrecht untersagt werden, sagte sie.

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