"Doctor Strange" und der Wahnsinn des Multiversums: Das sind die Kino-Highlights der Woche

In "Doctor Strange in the Multiverse of Madness", dem zweiten Solo-Film für Marvels Super-Zauberer, schlüpft erneut Benedict Cumberbatch in die Rolle des Titehelden. (Bild: Marvel Studios 2022)
In "Doctor Strange in the Multiverse of Madness", dem zweiten Solo-Film für Marvels Super-Zauberer, schlüpft erneut Benedict Cumberbatch in die Rolle des Titehelden. (Bild: Marvel Studios 2022)

"Liftoff - Mit Dir zum Mars", "Die Biene Maja 3" und "Doctor Strange", der in seinem zweiten Solo-Film wieder die Gesetze der Physik außer Kraft setzt: Das sind die Kino-Neustarts am 4. Mai.

Es ist der inzwischen 28. Film des Marvel Cinematic Universe, der fünfte aus "Phase 4" - das alleine ist schon nah am Wahnsinn. Wirklich irre ist das, was in diesen Filmen passiert, aber eigentlich erst, seit Doctor Strange mitmischt. Bei seinem ersten Solo-Auftritt 2016 faltete er die Dimensionen wie ein Blatt Papier. In "Spider-Man: No Way Home" (2021) war es plötzlich möglich, dass man alle drei Versionen des Spinnen-Helden (Tom Holland, Andrew Garfield, Tobey Maguire) zusammen sieht - auch hier hatte Doctor Strange seine Finger im Spiel. Inzwischen steht das Multiversum nach allen Richtungen sperrangelweit offen. Ein Setting, das man auch in "Doctor Strange in the Multiverse of Madness" zu nutzen weiß.

Nicht ganz so kompliziert wie bei "Doctor Strange" geht es bei zwei weiteren Kino-Neustarts in dieser Woche zu. "Liftoff - Mit Dir zum Mars" erzählt eine Liebesgeschichte, die sich weit weg von der Erde abspielt, in "Die Biene Maja - Das geheime Königreich" stürzt sich die populäre Titelheldin in ein wieder einmal ziemlich turbulentes Animations-Abenteuer - und das, obwohl es die Königin ja eigentlich verboten hatte.

Doctor Strange (Benedict Cumberbatch) springt gerne zwischen verschiedenen Welten hin und her. Das bleibt nicht folgenlos. (Bild: Marvel Studios 2022)
Doctor Strange (Benedict Cumberbatch) springt gerne zwischen verschiedenen Welten hin und her. Das bleibt nicht folgenlos. (Bild: Marvel Studios 2022)

Doctor Strange in the Multiverse of Madness

Ein "spektakuläres Marvel Abenteuer jenseits aller Vorstellungskraft", bei dem Doctor Strange "die verblüffenden und gefährlichen alternativen Realitäten des Multiversums durchquert" - so wird "Doctor Strange in the Multiverse of Madness" in einer Pressemitteilung umschrieben. Viel Konkretes konnte man zur Handlung vorab allerdings nicht erfahren, auch die Trailer verrieten wenig.

Leicht scheint es jedenfalls nicht gewesen zu sein, nach dem bisher Erlebten noch eine halbwegs stimmige Geschichte zu entwickeln. Drehbuchautoren kamen und gingen wieder aufgrund "kreativer Differenzen", auch der Regie-Posten wurde irgendwann neu besetzt. Verantwortlich für den fertigen Film sind nun Michael Waldron (Drehbuch, "Loki") und Sam Raimi (Regie, "Spider-Man").

Was man im Vorfeld immerhin wusste: Inhaltlich besteht eine direkte Verbindung zu "WandaVision" und "Spider-Man: No Way Home"; neben Benedict Cumberbatch (Doctor Strange) treten unter anderem auch Benedict Wong (Wong), Elizabeth Olsen (Wanda Maximoff), Chiwetel Ejiofor (Mordo) und Rachel McAdams (Christine Palmer) wieder in ihren bekannten Rollen auf. Und: Patrick Stewart soll als Professor X dabei sein, der Chef der "X-Men".

Bei seinem zweiten eigenen Kinofilm stellt sich Marvel-Zauberer Dr. Stephen Strange außerdem einem "mysteriösen neuen Gegner". In gewisser Weise, Multiversum und so, bekommt er es wohl aber auch mit sich selbst zu tun. Das immerhin konnte man aus den Trailern, in denen Doctor Strange teilweise in Handschellen zu sehen ist und dann sich selbst gegenübersteht, bereits herauslesen.

Aber ganz unabhängig davon, in welcher Dimension Strange nun kämpft oder gegen wen, das Publikum erwartet einmal mehr ein echtes Kino-Spektakel. In diesem Fall eines, so deuteten es die ersten Bilder an, mit einigen dystopischen Elementen. Bei zu viel Dimensionen-Falten geht das Multiversum irgendwann wohl doch kaputt. "Nacht für Nacht habe ich denselben Traum", klagt Doctor Strange im Trailer. "Und dann ... beginnt der Albtraum."

Da staunen Willi und Maja: Die beiden sollen ein goldenes Ei in ein unbekanntes Königreich bringen. (Bild: 2020 Studio 100/Studio B/Leonine)
Da staunen Willi und Maja: Die beiden sollen ein goldenes Ei in ein unbekanntes Königreich bringen. (Bild: 2020 Studio 100/Studio B/Leonine)

Liftoff - Mit Dir zum Mars

Liebesgeschichten wurden von Hollywood eigentlich schon überall und in beinahe jedem historischen Kontext erzählt, dieser Raum ist in Sachen Romantik aber noch weitestgehend unerforscht: "Liftoff - Mit Dir zum Mars" spielt in der nahen Zukunft und handelt von einer Mars-Mission. Das Raumfahren wird in dieser Sci-Fi-Komödie, die von Christopher Winterbauer inszeniert wurde und sich vor allem an Zuschauerinnen und Zuschauer im Teenager-Alter richtet, allerdings bald zur Nebensache.

Sophie (Lana Condor) ist nicht glücklich. Sie sitzt hier unten auf der Erde, während ihr Freund Calvin (Mason Gooding) oben auf dem Mars daran arbeitet, den Planeten für die Menschen bewohnbar zu machen. Fernbeziehung XXL, es kriselt zwischen Sophie und Calvin. Also beschließt Sophie, sich selbst für eine Mars-Mission zu bewerben, um endlich wieder bei ihrem Liebsten zu sein. Es wird nicht der Trip, den sie sich vorgestellt hatte: Ihr Kumpel Walt (Cole Sprouse), der als Barista in einer Buchhandlung arbeitet und selbst von einem großen Weltraum-Abenteuer träumt, schleicht sich mit an Bord und erkennt irgendwann auf dem langen Flug seine wahren Gefühle für Sophie.

"Eine historische Reise, um dem Leben eine Bedeutung zu geben", so war es gedacht, aber es kommt dann alles ganz anders. Schmetterlinge im Bauch, Partymusik viele Millionen Kilometer weit weg von der Erde, Hand in Hand durch den luftleeren Raum schweben: Das alles ist natürlich ziemlich abstrus, aber dafür auch nicht die Art Liebesgeschichte, die man gleich wieder vergisst.

In "Die Biene Maja - Das geheime Königreich" wird eine wunderschöne, aber teilweise auch ziemlich gefährliche neue Welt erkundet. (Bild: 2020 Studio 100/Studio B/Leonine)
In "Die Biene Maja - Das geheime Königreich" wird eine wunderschöne, aber teilweise auch ziemlich gefährliche neue Welt erkundet. (Bild: 2020 Studio 100/Studio B/Leonine)

Die Biene Maja - Das geheime Königreich

Keine Abenteuer mehr, die Königin hat es doch überdeutlich gesagt. Aber Willi müsste es eigentlich längst besser wissen: Wenn Maja sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann wird es durchgezogen. Auch wenn das wie in diesem Fall bedeutet, dass man eine lange und gefährliche Reise zu einem völlig fremden Insektenvolk unternimmt, weit weg vom heimischen Bienenstock.

In "Die Biene Maja - Das geheime Königreich" stürzt sich die Titelheldin also ein drittes Mal in ein großes Film-Abenteuer, und die Geschichte beginnt ziemlich mysteriös. Maja und Willi finden eines Morgens eine verwundete Ameise, die ihnen etwas äußerst Wertvolles anvertraut: das königliche Ei für Grünblatt. Der Bote bittet Maja und Willi, die kostbare Fracht für ihn abzuliefern - "das Leben von jedem in meiner Siedlung hängt davon ab". Also zieht die kleine, freche, schlaue Biene Maja los - und Willi, auch wenn er anfangs meckert, zieht natürlich mit.

Neue Welten entdecken, neue Freunde kennenlernen, auf dem Weg viele kleine und große Gefahren überstehen: "Das geheime Königreich" bringt alles mit, was so eine "Biene Maja"-Geschichte auf der großen Leinwand braucht. Anders als beim letzten Film setzt man diesmal auch wieder verstärkt auf große Namen: Nachdem er bei "Die Biene Maja - Die Honigspiele" (2018) ausgesetzt hatte, übernimmt Jan Delay wieder die Synchronisation von Willi. Daneben waren unter anderem auch Sänger Sasha und Emilia Schüle an der Produktion beteiligt. Das Drehbuch schrieb Fin Edquist, Regie führten Noel Cleary und Alexs Stadermann.

Walt (Cole Sprouse) ist als blinder Passagier auf dem Weg zum Mars. Sophie (Lana Condor) erklärt ihrem Kumpel unterwegs, wie das mit der Raumfahrerei so läuft. (Bild: 2022 Warner Bros. Entertainment/Bob Mahoney)
Walt (Cole Sprouse) ist als blinder Passagier auf dem Weg zum Mars. Sophie (Lana Condor) erklärt ihrem Kumpel unterwegs, wie das mit der Raumfahrerei so läuft. (Bild: 2022 Warner Bros. Entertainment/Bob Mahoney)
Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.