Dolomiten: Mehr als ein Dutzend Vermisste nach Gletschersturz-Tragödie

Nach dem dramatischen Gletschersturz in den Dolomiten geht die Suche nach möglichen Opfern am Hang des Marmolata weiter. Durch die gewaltige Lawine aus Geröll und Eis waren am Sonntag mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Mehrere weitere wurden teilweise schwer verletzt. Unter den Verletzten sind auch zwei Deutsche.

Die italienische Nachrichtenagentur Ansa zitierte Ermittlerinnen und Ermittler, wonach sich an dem Berg ein "unvorstellbares Blutbad" abgespielt habe. Viele Körper seien zerstückelt worden, was eine Identifizierung erschwere.

Die Rettungs-und Bergungsarbeiten waren nach Einbruch der Dunkelheit wegen der Gefahr weiterer Abgänge vorübergehend gestoppt worden.

Nach Angaben italienischer Behörden werden mindestens ein Dutzend Menschen vermisst. Auf dem Parkplatz am Fuß des Marmolata-Massivs seien 16 Autos gezählt worden, deren Halter noch nicht ausfindig gemacht worden seien. Medien berichten von bis zu 17 Vermissten. Italienische Behörden richteten eine zentrale Notfallnummer für die Suche nach Vermissten ein.

Italiens Ministerpräsident Mario Draghi drückte den Opfern und Hinterbliebenen sein Beileid aus.

Der Extrembergsteiger Reinhold Messner machte den Klimawandel und die Erderwärmung für die Tragödie verantwortlich. Der 77-jährige Italiener prophezeite, Vorfälle wie an der Marmolata werde man häufiger sehen.

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