Donald Trump: Die Highlights seiner sonderbaren Pressekonferenz

Gestern gab US-Präsident Donald Trump überraschend eine Pressekonferenz. Laut Informanten aus dem Weißen Haus sei der amtierende Präsident am Morgen ins Oval Office gekommen und habe gesagt: “Lasst uns heute eine Pressekonferenz geben!” An der Stelle, an der sonst der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, die Presse empfängt, stand nun Donald Trump – und er war auf Krawall gebürstet. Was folgte: eine Pressekonferenz von etwa einer Stunde, die so eigenartig war, wie es eben nur ein Donald Trump kann. Hier die wichtigsten Punkte.

Folgen Sie Yahoo! Deutschland auf Facebook

…es läuft doch alles ganz prima

Zwar wird die Trump-Administration von außen als chaotisch wahrgenommen, doch im Grunde, so Trump, läuft doch alles super. Viele Menschen stimmen dem zu, was er tut, auch wenn die Medien versuchen, es anders hinzustellen. Die Wirtschaft blicke auf, 55 Prozent der Leute seien mit ihm zufrieden, Jobs würden ohne Ende geschaffen. Insgesamt habe Obama ihm aber ein absolutes Chaos zurückgelassen.

Donald Trump bei der gestrigen Pressekonferenz. (Bild: dpa)

Kein Antisemit, kein Rassist?

“Hier habt ihr’s, Leute. Erstens: Ich bin die am wenigsten antisemitische Person, die ihr jemals gesehen habt. Zweitens: Rassismus – ich bin die am wenigsten rassistische Person.” Tatsächlich sei er da deutlich besser als andere Republikaner.

Im Widerspruch dazu stand sein Verhalten gegenüber einigen anwesenden Journalisten, die Minderheiten angehören. Einem Reporter des jüdisch-orthodoxen Magazins “Ami”, der Trump auf die wachsende Zahl antisemitischer Übergriffe in den USA ansprach, fiel der Präsident ins Wort und verweigerte eine Antwort.

Die schwarze Journalistin April Ryan wollte von Trump wissen, ob er mit dem Congressional Black Caucus zusammenarbeiten werde, einer Vereinigung schwarzer Abgeordneter beider Parteien. Trump konterte mit zwei Gegenfragen: Ob Ryan ihm denn ein Treffen mit der Vereinigung arrangieren könne und ob das “ihre Freunde” seien – offenbar nur, weil sie ebenfalls schwarz ist. Das republikanische CBC-Mitglied Jim Clyburn zeigte sich entsetzt: “Er würde keinen anderen Reporter stellvertretend für eine Gruppe so etwas fragen, also warum macht er das mit ihr?”

Die Lecks sind zwar “real”, ganz Russland aber “fake news”

Trump bezeichnete die Lecks in seiner Regierung, die immer wieder Informationen bezüglich der Absprachen zwischen Trump und Russland vor der Wahl aufdecken, als real. Nur der Inhalt der an die Öffentlichkeit geratenen Informationen sei “fake”. Dabei redete Trump so wirr, dass plötzlich ganz Russland “fake news” nannte. Er habe schon lange keinen Anruf mehr nach Russland getätigt.

Den aufgrund besagter Lecks zurückgetretenen Sicherheitsberater Michael Flynn verteidigte Trump – und dann wieder nicht. Flynn habe sich “nicht falsch verhalten”, dennoch sei Trump über sein Vorgehen “unglücklich” gewesen.

Presseschelte? “Ich liebe es”

Überhaupt bestand ein großer Teil der Konferenz aus Wortgefechten zwischen Trump und den Pressevertretern. “Morgen werden sie sagen, ‘Donald Trump zetert und beschimpft die Presse'”, wetterte der Präsident durchaus vorausschauend. “Ich zetere und schimpfe nicht. Ich sage es euch nur. Ihr wisst, dass ihr unehrliche Leute seid. Aber – aber ich zetere und schimpfe nicht. Ich liebe das hier. Es macht mir Spaß.”

Hier finden Sie die ganze Rede im Originalschnitt zum Nachlesen und Nachschauen auf Englisch

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen