Donald Trump sagt eigener Partei den Kampf an

Donald Trump hat Ärger mit der eigenen Partei

Eine Partei zerlegt sich und das vor den Augen der Weltöffentlichkeit. Nachdem Donald Trump die Abstimmung über Reformen an der umstrittenen Gesundheitsreform zurückziehen musste, attackiert er nun die eigene Partei. Doch die Gescholtenen denken gar nicht daran, klein beizugeben.

Die ultrarechte Gruppierung "Freedom Caucus" hat Donald Trump die Tour vermasselt. Bis zuletzt stellte sie sich gegen die geplanten Neuerungen an der von Barack Obama installierten Gesundheitsreform. Diese wollte Trump zwar deutlich aufweichen, aber nicht abschaffen. Doch da hatte der umstrittene US-Präsident die Rechnung ohne die 32 Rechtsaußen-Republikaner gemacht, die das vollständige Aus von "Obama Care" verlangten. Das Resultat: Trump kam nicht auf die nötige Mehrheit und zog die Abstimmung über die Reform zurück.

Jetzt ätzte Donald Trump gegen die Ausbrecher in der eigenen Partei. Auf Twitter prophezeite er: "Der 'Freedom Caucus' wird die gesamte Agenda der Republikanischen Partei beschädigen, wenn sie nicht schnell zurück ins Glied rücken. Wir müssen sie und die Demokraten bekämpfen."  In einem weiteren Post nannte er sogar Namen: "Wenn die Repräsentanten Mark Meadows, Jim Jordan und Raul Labrador an Bord kämen, hätten wir beides, eine großartige Gesundheitsversorgung und eine massive Steuersenkungsreform."

Doch diese Kampfansage scheint dem "Freedom Caucus" und seinen Anhängern herzlich egal zu sein. So twittere Sympathisant Thomas Massie aus Kentucky: "Es ist ein Sumpf, kein heißes Bad. Wir beide sind hier, um ihn auszutrocknen." Damit bezieht er sich auf das Wahlkampfversprechen von Donald Trump, den "Washingtoner Sumpf" trockenlegen zu wollen.

Nach 100 Tagen im Amt hat der mächtigste Mann der Welt augenscheinlich mit massiven Problemen innerhalb seiner eigenen Partei zu kämpfen. Das erklärt auch, warum der Immobilien-Tycoon zurzeit vornehmlich per Dekret regiert. Ohne den Rückhalt im Senat und Repräsentantenhaus wird es für Donald Trump künftig allerdings äußerst schwer werden.

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