Donald Trump twittert sein Veto – und wird von Usern getrollt

Die Tweets des Präsidenten werden oft zu Objekten des Spotts. (Bild: AP Photo)

“Veto” twitterte der US-Präsident als Zeichen seines Widerstandes gegen eine Resolution des Senats, die den von ihm ausgerufenen Notstand beenden soll. Doch die Twitter-User interpretieren die Ein-Wort-Botschaft anders: Am selben Tag verkündete der junge Demokrat Beto O’Rourke seine Kandidatschaft für die Präsidentschaftswahl 2020. Ist Trump etwa ein Fan?

Der US-Senat hat – auch dank zwölf Stimmen aus dem republikanischen Lager – entschieden, dass der vom Präsidenten ausgerufene Notstand aufgehoben werden soll. Trump versucht, auf diese Weise mehr Geld für die von ihm versprochene Grenzmauer zu Mexiko zu finanzieren, da ihm der Kongress nicht die geforderten Milliarden genehmigen wollte.

Die Demokraten werfen dem Präsidenten vor, seine Macht zu missbrauchen. Das sieht dieser naturgemäß anders und kündigt an, Veto gegen die Resolution einzulegen – der Notstand würde dann vorerst weiter bestehen. Diese Machtdemonstration will Donald Trump aber nicht nur im Senat vollführen, sondern – klar – auch auf Twitter.


Streit über Notstand: Trump kündigt erstes Veto an

Was wohl als starkes Zeichen gelesen werden soll, interpretieren Trump-kritische Nutzer lieber um und lesen es im Zeichen einer anderen Meldung desselben Tages: Der texanische Abgeordnete Robert Francis “Beto” O’Rourke hatte gerade seine Kandidatur für das Präsidentenamt im Wahljahr 2020 angekündigt. Sollte sich Donald Trump mal wieder vertippt haben? Immerhin befindet sich das “V” gleich neben dem “B”.


“Mal im Ernst. Angesichts seiner bekannten Rechtschreibschwäche wissen wir alle, dass er ‘BETO!’ buchstabieren wollte.”


“Du und diese verdammten Tippfehler… ich hab das mal für dich korrigiert! Gut zu wissen, dass er deine Unterstützung hat”


“Es ist ein Zeichen von Größe, dass der Präsident seine Unterstützung für Veto O’Rourke erklärt, am Tag an dem dieser seine Kandidatur bekannt gibt”

Der relativ unbekannte Demokrat Beto O’Rourke hat gerade seine Kampagne für die Präsidentschaft 2020 angekündigt. (Bild: Getty Images)

Dass der Kurznachrichtendienst Twitter im Jahr 2019 eine wichtige politische Plattform darstellt, verdankt das Unternehmen nicht zuletzt Donald Trump, der das Netzwerk seit seinem Eintritt in die Politik exzessiv nutzt. So können ihm auch immer wieder verkürzte Meinungsäußerungen aus der Vergangenheit vorgehalten werden.

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