Donald Trump verärgert von Protest der US-Kapitänin Megan Rapinoe

Ben Barthmann
freier Sportjournalist

US-Präsident Donald Trump hat kein Verständnis für den Protest von Megan Rapinoe. Die Kapitänin der US-Frauen-Mannschaft verweigert sich der Hymne ihres Landes.

Megan Rapinoe führt die US-Frauen in Frankreich auf das Feld. (Bild: Getty Images)

In einem Interview mit The Hill gab Trump an, dass er es nicht angebracht fände, dass die US-Kapitänin auf das Singen der Hymne verzichten würde. Er wünsche sich deshalb, dass Rapinoe ihren Protest einstellen würde.

Daran denkt die 34-Jährige allerdings nicht. Sie beschrieb sich selbst im Vorfeld der Frauen-WM in Frankreich als “laufenden Protest” gegen die Politik Trumps und wird nach dem 2:1-Sieg über Spanien sicherlich auch im Viertelfinale schweigen, wenn die US-Hymne abgespielt wird.

Megan Rapinoe (r.) wurde der Protest auf Knien verboten. (Bild: Getty Images)

Megan Rapinoe protestierte wie Colin Kaepernick kniend

Während ihre Mitspielerinnen die Hand auf die Brust legen und den Text mitsingen, steht Rapinoe wie versteinert in der Reihe. Früher kniete sie, um ihren Protest auszudrücken, das verbot der Verband allerdings schnell.

In den USA besteht seit geraumer Zeit eine Debatte um die US-Hymne. Begonnen hatte den Protest NFL-Star Colin Kaepernick, der während der Hymne kniete, um seinen Unmut über die Ungleichbehandlung von Schwarzen auszudrücken.

US-Präsident Donald Trump schaut gerne Frauen-Fußball

Dem Protest haben sich einige Sportler angeschlossen. Trump forderte unter anderem, dass die Klubs der NFL von einer Verpflichtung Kaepernicks absehen würden - mit Erfolg: Seit der Saison 2016 ist er Free Agent.

Rapinoe allerdings ist im US-Team unumstritten. Trotz des Protests der Kapitänin schaut Trump die Spiele der Frauen gerne: “Sie sind wirklich talentiert.”

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