Donnerstag, 26. Juli 2018: Was Sie heute wissen müssen

Die EU und USA wenden einen Handelskrieg ab. US-Außenminister Mike Pompeo sieht Nordkorea weiterhin als größte weltweite Gefahr für die Vereinigten Staaten. Am Gazastreifen kommt es zu Angriffen von Palästinensern. Das sind die Nachrichten des Tages.

EU und USA erzielen Einigung in Handelsstreit

Jean-Claude Juncker und Donald Trump bei der gemeinsamen Pressekonferenz in Washington. (Bild: AP Photo/Evan Vucci)
Jean-Claude Juncker und Donald Trump bei der gemeinsamen Pressekonferenz in Washington. (Bild: AP Photo/Evan Vucci)

Beim Treffen von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus erzielten die EU und die USA eine Einigung im Handelsstreit. Angestrebt werden sollen die Abschaffung von Handelszöllen und Barrieren sowie Subventionen bei Industriegütern. Trumps Drohung, deutsche Autos mit Strafzöllen zu belegen, ist somit vorerst hinfällig. Zudem deuteten die beiden an, dass bereits auferlegte Strafzölle auf beiden Seiten rückgängig gemacht werden sollen. Auch an einer Reform der Welthandelsorganisation (WTO) soll gearbeitet werden.

„Wir haben uns genau hier im Weißen Haus getroffen, um eine neue Phase in den Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union einzuleiten. Eine Phase enger Freundschaft und starker Handelsbeziehungen, in denen wir beide gewinnen werden“, so Trump, der von einem „großen Tag für den fairen und freien Handel“ sprach.

Auf Twitter veröffentlichte der US-Präsident außerdem ein Foto, das ihn und Juncker bei einer herzlichen Begrüßung zeigt.

„Offensichtlich lieben sich die Europäische Union, repräsentiert durch @JunckerEU, und die Vereinigten Staaten, repräsentiert durch meine Wenigkeit.“

Einer Twitter-Botschaft des EU-Kommissionspräsidenten nach zu urteilen, sieht auch Juncker das Treffen als Erfolg.

„Ich bin wegen eines Deals gekommen, wir haben einen Deal gemacht. Die EU steht nach wie vor für freien und fairen Handel“

Neue Palästinenser-Angriffe auf Gaza

Der Gazastreifen ist Schauplatz eines erbitterten Kampfes zwischen Israelis und Palästinensern. (Bild: AP Photo/Khalil Hamra)
Der Gazastreifen ist Schauplatz eines erbitterten Kampfes zwischen Israelis und Palästinensern. (Bild: AP Photo/Khalil Hamra)

Im Grenzgebiet des palästinensischen Gazastreifens gehen die Gefechte zwischen Israelis und Palästinensern weiter. Donnerstagnacht kam es zu Raketenbeschüssen seitens militanter Palästinenser. Wie das israelische Militär mitteilte, wurden in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag neun Geschosse aus dem Küstengebiet identifiziert, ein Geschoss konnte von der Raketenabwehr abgefangen werden.

Dieser Angriff ist die neueste Eskalation in einer Gewaltspirale am Gazastreifen. Nachdem Palästinenser Mittwochabend auf israelische Soldaten geschossen hatten, reagierte die israelische Armee mit gezielten Bombardierungen. Dabei sollen drei Palästinenser getötet worden sein – laut palästinensischen Angaben Mitglieder der Hamas.

US-Außenminister Pompeo skeptisch: Nordkorea produziert immer noch Atommaterial

Der Gazastreifen ist Schauplatz eines erbitterten Kampfes zwischen Israelis und Palästinensern. (Bild: AP Photo/Khalil Hamra)
Der Gazastreifen ist Schauplatz eines erbitterten Kampfes zwischen Israelis und Palästinensern. (Bild: AP Photo/Khalil Hamra)

Laut dem US-amerikanischen Außenminister Mike Pompeo stellt Nordkorea weiterhin die größte Bedrohung für die USA dar. Vor dem Senat argumentierte Pompeo, dass das nordkoreanische Regime immer noch spaltbares Material produziere. Die Frage, ob Nordkorea sein Atomwaffenprogramm weiterführe, ließ er unbeantwortet, zeigte sich aber optimistisch, dass die Gespräche zwischen beiden Länden konkrete Ergebnisse erzielen werden. „Ich gestehe aber ein, dass noch ein verdammt langer Weg vor uns liegt“, so Pompeo. US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hatten sich beim Gipfel im Juni in Singapur auf eine atomare Abrüstung der koreanischen Halbinsel geeinigt.

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