Donnerstag, 4. Juli 2019: Das müssen Sie heute wissen

Carolin Gißibl
Freie Autorin

Angriff auf Flüchtlingslager in Libyen, Vulkanausbruch vor Sizilien, Trauer um Costa Cordalis: der Überblick über die Nachrichten der Nacht und ein Ausblick auf den Tag.

Rauchschwaden steigen vom Vulkan Stromboli auf: Der heftige Vulkanausbruch in Italien hat Touristen und Einwohnern Angst und Schrecken eingejagt - und einem Menschen das Leben gekostet. (Foto: Mario Calabresi/AFP/Getty Images)

Angriff auf Flüchtlingslager in Libyen

  • UN schließt Kriegsverbrechen nicht aus

Bei einer Attacke auf ein Flüchtlingslager in Libyen kamen 44 Menschen ums Leben. Etwa 130 weitere wurden verletzt. Die UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet spricht von einem möglichen Kriegsverbrechen. Auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres verurteilte den Luftangriff in der Nacht zum Mittwoch „auf das Schärfste“. Die Vereinten Nationen hatten die Koordinaten des Lagers allen Kriegsparteien mitgeteilt, um die Sicherheit der Zivilisten zu gewährleisten. Der UN-Sondergesandte für Libyen rief die Staatengemeinschaft dazu auf, „angemessene Strafen“ an die Verantwortlichen und die Waffenlieferanten zu verhängen.

Messenger-Störungen behoben

  • Facebook, Whatsapp und Instagram funktionieren wieder

Tausende Nutzer meldeten weltweit Störungen bei Facebook, Whatsapp und Instagram. In der Nacht zum Donnerstag konnten diese weitestgehend behoben werden. Alle drei Dienste gehören zum Facebook-Konzern. Auch Twitter war zeitweise von den Störungen betroffen. Betroffen waren Nutzer in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den Benelux-Staaten sowie Teile Südeuropas, Südamerikas und die Ostküste der USA. Hintergründe für die technische Störung waren nicht bekannt.

Vulkanausbruch vor Sizilien

  • Ein Toter und mehrere Verletzte

Touristen sollen aus Angst ins Meer gesprungen sein: Vor der sizilianischen Küste haben sich heftige Explosionen bei einem Ausbruch des Vulkans Stromboli ereignet. Mindestens ein Mensch kam ums Leben. Der 35-jährige Sizilianer sei auf einem Pfad an dem Vulkan gewandert. Sein Begleiter wurde dehydriert aufgefunden und stand unter Schock. Rettungskräfte sprachen von weiteren Verletzten.

Costa Cordalis ist tot

  • Schlagersänger und Dschungelkönig stirbt im Alter von 75 Jahren

Mit dem Partyhit „Anita“ sang sich Costa Cordalis in die Herzen der deutschen Schlagerfans: Der Grieche starb in seiner Wahlheimat Mallorca im Alter von 75 Jahren. Der Sänger war seit längerer Zeit gesundheitlich angeschlagen und lag nach einem Schwächeanfall in einer Klinik. Wie die Familie bekannt gab, ist Cordalis bereits am Dienstagnachmittag im Kreise seiner Familie gestorben.

Briefe mit weißem Pulver an WDR-Journalisten

  • Polizei vermutet politischen Hintergrund

Zwei Journalisten des WDR haben Briefe mit weißem Pulver erhalten. Beide beobachten die Neonazi-Szene sehr intensiv und hatten bereits in der Vergangenheit Drohungen erhalten. Die Polizei vermutet daher einen politischen Hintergrund. Die Soko „Rechts“ hat die Ermittlungen aufgenommen. Auf der Rückseite der Briefe war als Absender ein antifaschistisches Recherche-Netzwerk angegeben. Eine akute gesundheitliche Gefährdung bestand jedoch nicht: Bei dem Inhalt handelte es sich um Backpulver.

Frauen-WM: Niederlande gewinnt Halbfinale

  • Niederländerinnen im Finale gegen die USA

Zum ersten Mal in der Geschichte haben die Fußballerinnen aus den Niederlanden ein WM-Finale erreicht. Das Team gewann gegen Schweden mit 1:0. Am Sonntag (17.00 Uhr) treffen die Europameisterinnen auf den WM-Titelverteidiger und Rekord-Weltmeister aus den USA.

Dieses Ereignis wird heute wichtig:

Juncker empfängt von der Leyen in Brüssel

Ein möglicher Nachfolger für EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ist gefunden – oder vielmehr eine Nachfolgerin: Am heutigen Donnerstag um 10.30 Uhr wird Ursula von der Leyen von Juncker in Brüssel empfangen. Die deutsche Verteidigungsministerin wurde als Kandidatin für den Spitzenposten nominiert.

Gewinner des Tages...

… Elvis Presley. Der „King of Rock 'n' Roll“ ist neues Ampelmännchen in der hessischen Stadt Bad Nauheim. Dort wohnte der Sänger, während er als Soldat von Oktober 1958 bis März 1960 im benachbarten Friedberg stationiert war. Friedberg hat bereits mehrere Ampeln im Elvis-Look: Seit Dezember zeigt das rote Signal den Sänger am Mikro, bei Grün macht er seinen berühmten Hüftschwung. Die Ampel in Bad Nauheim wird am heutigen Donnerstag in Betrieb genommen.