Doppelmilderung der Strafe - Mann überfahren: Fünf Jahre für Taxi-Attacke

Anja Perkuhn

Martin S. fährt einen Mann aus Wut erst an und dann noch über ihn drüber. Das Gericht lässt beim Urteil dann doppelte Milde walten.

München - Keinen Ton sagt Martin S. an seinem letzten Verhandlungstag – auch nicht, als Richter Norbert Riedmann das Urteil verkündet. Er schaut während dessen Ausführungen aus dem Fenster oder starrt ins Leere und nimmt das Urteil stoisch auf: fünf Jahre Freiheitsstrafe und fünf Jahre Fahrverbot.

Gefährliche Körperverletzung statt versuchter Mord

Martin S. (59), der am 28. August 2016 einen Fußgänger erst angefahren und dann noch überfahren hat, bereut. Das sieht man ihm nicht nur gestern an, das hat er während des Prozesses auch deutlich gemacht, sagt Riedmann – auch darum die vergleichsweise geringe Strafe für versuchten Totschlag, gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und gefährliche Körperverletzung.

An jenem Abend im August hatte es der Geschädigte Abdernaser A. auf der Altschwabinger Franzstraße gewagt, gegen eine Scheibe von Martin S.’ Taxi zu schlagen.
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