Drama um Schulball: Teenies wehren sich gegen sexistischen Dress-Code

Drama um Schulball: Teenies wehren sich gegen sexistischen Dress-Code

Für die US-amerikanischen Teenager ist der Schulball das Highlight des Jahres. Doch die Schülerinnen der Stanton College Preparatory School in Florida wollten ihren Augen nicht trauen, als ein Dress-Code am Schwarzen Brett ausgehängt wurde. Denn der war ziemlich sexistisch.

Ob Beinschlitz, tiefer Rückenausschnitt oder gewagtes Dekolleté – unter diesen drei Kleidern stand in Großbuchstaben geschrieben: "So zum Stanton Prom? Nein, so  nicht!" Lediglich eine hochgeschlossene Variante wurde für gutgeheißen. "So zum Stanton Prom? Ja, genau so. Braves Mädchen."

Die 18-jährige Lily Willingham hielt diesen Dress-Code für den Schulball anfänglich für einen Witz. Sie erfuhr über eine SMS-Gruppe davon. "Ich sah es und dachte nur: 'Das ist ein Scherz. Ihr veralbert mich doch?'", erklärt der Teenager im Gespräch mit "BuzzFeed News". "Ich war plötzlich so wütend." Ihrer Meinung nach sei dieser Dress-Code schlichtweg sexistisch. Schließlich könne jeder selbst entscheiden, was er tragen möchte.

Kaum ging das Plakat der Kleiderrichtlinien viral, entschloss sich der Schülersprecher Anthony Paul, einen Frauentag an der High School zu starten. Zahlreiche Schüler malten auf ihre T-Shirts den Hashtag #SCPGoodGirl. Lily Willingham sei richtig stolz auf den Zusammenhalt der Schule. Endlich haben sie sich gemeinsam für etwas starkgemacht – und das sogar erfolgreich.

Der Schulbezirk teilte auf Twitter mit, dass die Plakate der Kleiderordnung für den Schulball nicht genehmigt wurden. Allesamt wurden inzwischen auch beseitigt. Kurzum: Die Schüler dürfen zum Fest tragen, was sie wollen. "Unsere Stimmen wurden gehört", freut sich Lily Willingham.

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