Der dreckige Kampf um eine saubere Zukunft

Julian Weinberger
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Der dreckige Kampf um eine saubere Zukunft

Ein fingiertes Attentat, weltumspannende Verstrickungen und dreckige Geschäfte - in der zweiten Staffel der Spionageserie "Deep State" entbrennt der Kampf um saubere Energie.

Ein fingiertes Attentat, weltumspannende Verstrickungen und dreckige Geschäfte - in der zweiten Staffel der Spionageserie "Deep State" entbrennt der Kampf um saubere Energie.

Seit Donald Trump 2017 Präsident der USA wurde, geistert immer wieder der Begriff des sogenannten "Deep States" durch die amerikanischen Medien. Anhänger Trumps, etwa das rechtspopulistische Nachrichtenportal "Breitbart News", vermuten einen Staat im Staat, der mit allen Kräften die Politik des Präsidenten zu unterminieren versuche. Wasser auf die Mühlen von Verschwörungstheoretikern goss 2018 die Spionageserie "Deep State", die vom perfiden Plan eines solchen geheimen Netzwerkes erzählte. Nun geht die erste fiktionale Eigenproduktion der Fox Networks Group Europe & Africa in die zweite Staffel (FOX, ab 6. Mai, 21 Uhr, immer montags).

In den acht neuen Episoden verlagert sich die Handlung vom Nahen Osten nach Afrika. Als bei einem Anschlag drei Special Forces und die junge Übersetzerin Aïcha Konaté (Lily Banda) ums Leben kommen, droht ein Deal der US-amerikanischen Regierung mit Mali zu platzen. Um das zu verhindern, setzt der "Deep State" Ex-CIA-Agent Nathan Miller (Walton Goggins) darauf an, die Vereinbarung unter Dach und Fach zu bringen. Schließlich stehen jede Menge natürliche Ressourcen auf dem Spiel, die einen Vorsprung im schmutzigen Krieg um saubere Energie versprechen. Doch als die republikanische Senatorin Meaghan Sullivan (Victoria Hamilton) bei der Untersuchung des vermeintlichen Attentats Ungereimtheiten aufdeckt, droht mächtiger Gegenwind.

Mit neuem Helden - Max Easton (Mark Strong) aus der ersten Staffel ist nicht mehr dabei - und einer weltumspannenden Verschwörungstheorie knüpft Serienschöpfer, Produzent und Regisseur Matthew Parkhill nahtlos an die von Kritikern gelobte erste Staffel an. Sein Ziel sei es gewesen, "die Schattenwelt vom 'Staat im Staat' zu erweitern, ihre Ziele und rücksichtslosen Methoden darzustellen und die Zuschauer zu ermutigen, noch tiefer in diese Parallelwelt einzutauchen". Das gelingt durch eine fein dosierte Mischung von Rückblenden in die Vergangenheit und jeder Menge Geheimnisse, auch wenn die komplexe Handlung vom Zuschauer einiges an Konzentration abverlangt. Sowie das Vermögen, eine gut gemachte Verschwörungsserie nicht für bare Münze zu nehmen.