Drei Jugendliche wegen gemeinschaftlicher Vergewaltigung in Mülheim vor Gericht

Ein Angeklagter vor Verhandlungsbeginn im Gerichtssaal

Vor dem Duisburger Landgericht hat am Dienstag ein Strafprozess gegen drei Jugendliche begonnen, die sich vor einem halben Jahr in Mülheim an der Ruhr an einer 18-jährigen Frau vergangen haben sollen. Die Staatsanwaltschaft wirft den 14 und 15 Jahre alten Angeklagten gemeinschaftliche Vergewaltigung vor, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Bei Schuldsprüchen drohen ihnen damit jeweils bis zu zehn Jahren Jugendstrafe.

Wegen des jugendlichen Alters der Angeklagten findet der gesamte Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Für das Verfahren beraumte das Gericht zunächst neun weitere Verhandlungstage bis Anfang März an.

Die Tat Anfang Juli soll von insgesamt fünf Kindern und Jugendlichen begangen worden sein. Zwei der mutmaßlichen Täter waren jedoch erst zwölf Jahre alt und somit im Gegensatz zu drei weiteren Tatverdächtigen strafunmündig.

Nach früheren Gerichtsangaben soll laut Staatsanwaltschaft einer der drei Angeklagten die 18-Jährige vor der Tat zu einem Treffpunkt bestellt haben. Von dort aus soll die junge Frau in ein Waldstück geführt worden und dort von den fünf Kindern und Jugendlichen vergewaltigt worden sein.

Das Sexualdelikt in der Ruhrgebietsstadt löste wegen der mutmaßlichen Tatbeteiligung von Kindern bundesweit Bestürzung aus. Die Tat führte auch zu einer Debatte über die Absenkung des Alters für die Strafmündigkeit.