Drei Tote bei Fabrik-Brand in Bangladesch

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Luftaufnahme der brennenden Fabrik

Bei einem Brand in einer Lebensmittel-Fabrik in Bangladesch sind mindestens drei Menschen getötet und 30 weitere verletzt worden. Nach Polizeiangaben war das Feuer in der sechsstöckigen Hashem-Fabrik in der nahe Dhaka gelegenen Industriestadt Rupganj am Donnerstag ausgebrochen und loderte auch am Freitagmorgen noch. Fabrikarbeiter und Angehörige, die sich vor dem brennenden Gebäude versammelten, befürchteten weitere Opfer.

"Drei Menschen sind gestorben, nachdem sie Verbrennungen erlitten haben", sagte der örtliche Polizeichef Jayedul Alam der Nachrichtenagentur AFP. Nach Angaben des Polizisten Sheikh Kabirul Islam sprangen einige Menschen aus dem obersten Stockwerk, um sich vor den Flammen in Sicherheit zu bringen. 25 Menschen, die sich auf das Dach der Fabrik geflüchtet hatten, konnten von der Feuerwehr gerettet werden.

Unklar war, wie viele Menschen sich am Freitag noch in dem Fabrikgebäude befanden. "Sobald der Brand unter Kontrolle ist, werden wir einen Such- und Rettungseinsatz im Inneren vornehmen", sagte der Feuerwehrsprecher Debashish Bardhan. Erst dann werde klar sein, ob es weitere Opfer gebe.

Der Fabrikarbeiter Mohammad Saiful sagte, zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Feuers seien dutzende Menschen in dem Fabrikgebäude gewesen. "Im dritten Stock waren die Türen an beiden Treppen geschlossen. Einige Kollegen sagten, dass dort 48 Menschen waren. Ich weiß nicht, was mit ihnen passiert ist."

Vor dem Fabrikgebäude versammelten sich hunderte Menschen, die um den Verleib ihrer Angehörigen fürchteten. "Wir sind hergekommen, weil unsere Nichte seit einer Weile unsere Anrufe nicht entgegengenommen hat", sagte Nazrul Islam. "Jetzt klingelt ihr Telefon gar nicht mehr. Wir sind besorgt."

In Bangladesch gibt es immer wieder verheerende Brände. Ursache sind oftmals Verstöße gegen Brandschutzregeln. Beim Brand mehrerer Wohnhäuser in Dhaka waren im Februar 2019 70 Menschen ums Leben gekommen.

isd/mkü

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