Drei Tote bei schwerer Massenkarambolage nahe Ulm

Zwölf Fahrzeuge in Silvesternacht aufeinandergeprallt

Bei einer schweren Massenkarambolage sind auf einer Bundesstraße bei Ulm in der Silvesternacht drei Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, prallten auf der autobahnähnlich ausgebauten B30 südlich von Ulm am frühen Neujahrsmorgen nacheinander zwölf Fahrzeuge aufeinander. Ein 80-jähriges Ehepaar und ein 20-Jähriger aus Baden-Württemberg seien dabei getötet, 13 weitere Menschen verletzt worden.

Der Unfall ereignete sich laut Polizei um 01.15 Uhr in Höhe von Ulm-Gögglingen. Der Hergang ist weiter unklar. Experten prüften im Tagesverlauf weiterhin, ob der in der Nacht vorherrschende Nebel zu dem Unfall auf der vierspurig ausgebauten Bundesstraße beigetragen habe.

Das 80-jährige Ehepaar und der 20-jährige Mitfahrer aus einem anderen Auto seien in der Nacht noch an der Unfallstelle verstorben, teilte die Polizei mit. 13 weitere Menschen seien mit leichten und schweren Verletzungen behandelt worden. Am Morgen hatte die Polizei zunächst von insgesamt 16 Verletzten gesprochen. Drei von ihnen hätten sich bei den Untersuchungen jedoch als unverletzt erwiesen.

Der Polizei zufolge erstreckte sich die Unfallstelle auf mehrere hundert Meter. Sechs Notärzte, vier Notfallseelsorger, zahlreiche Helfer des Rettungsdienstes und Ermittler waren im Einsatz. Zudem habe die Staatsanwaltschaft Ulm einen Sachverständigen in die Suche nach dem Unfallhergang eingebunden. Die Trümmer konnten demnach erst am Nachmittag von der komplett gesperrten Strecke geräumt werden. Die Polizei schätzte den entstandenen Sachschaden auf rund 250.000 Euro.

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