„Dreiste Lügen“: Russland reagiert empört auf Charles Michels Rede vor dem Weltsicherheitsrat

„Dreiste Lügen“: Russland reagiert empört auf Charles Michels Rede vor dem Weltsicherheitsrat

„Dreiste Lügen und unbegründete Behauptungen" - das sind die Worte, mit denen Russlands stellvertretender Botschafter bei den Vereinten Nationen Charles Michels Vorwürfe zurückwies.

Der Präsident des Europäischen Rates hatte vor dem Weltsicherheitsrat das Wort ergriffen:

„Russland ist für diese Lebensmittelkrise alleinverantwortlich. Ausschließlich Russland, trotz der Kampagne des Kremls mit Lügen und Falschmeldungen. Ich habe es vor einigen Wochen mit meinen eigenen Augen in Odessa gesehen. Millionen Tonnen von Getreide lagern in Containern und auf Schiffen: Wegen russischer Kriegsschiffe im Schwarzen Meer und wegen Russlands Angriffe auf die Frachtinfrastruktur", so Michel. Und an den russischen Botschafter gerichtet sagte der Präsident des Europäischen Rates: „Sie können den Raum verlassen. Vielleicht ist es einfacher, nicht die Wahrheit zu hören, Herr Botschafter."

Michels Rede sei „dreist und unhöflich" gewesen, woraufhin Vassili Nebenzya entschieden habe, nicht im Sitzungssaal zu bleiben, äußerte der Stellvertreter des russischen Botschafters.

Charles Michel bezichtigte Russland, ukrainische Getreidelager anzugreifen sowie Getreide in dem Land zu stehlen. Es gebe keine Sanktionen der Europäischen Union, die russische Schiffe daran hinderten, Getreide, Lebensmittel oder Düngemittel an Entwicklungsländer zu liefern, so der Präsident des Europäischen Rates. Russland nutze die Nahrungsmittelversorgung gegenüber diesen Ländern als heimliche Waffe, warf Michel Moskau vor.

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