Dresdner Hochhaus nach Tod eines Indien-Rückkehrers unter Quarantäne

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Polizisten stehen hinter einer Absperrung vor dem Studentenwohnheim im Dresdner Stadtteil Strehlen (Bild: Sebastian Kahnert/dpa)
Polizisten stehen hinter einer Absperrung vor dem Studentenwohnheim im Dresdner Stadtteil Strehlen (Bild: Sebastian Kahnert/dpa)

Nach dem Tod eines an Covid-19 erkrankten Indien-Rückkehrers in Dresden werden sämtliche Bewohner eines Hochhauses auf das Coronavirus getestet.

Polizei und Feuerwehr unterstützen das Gesundheitsamt, teilte die Stadt am Freitag mit. Das Studentenwohnheim nahe der Dresdner Innenstadt steht seit Donnerstagabend unter Quarantäne. Das Gesundheitsamt hatte verpflichtende Corona-Tests für die Bewohnerinnen und Bewohner angeordnet, um mögliche Infektionsketten zu durchbrechen. Die Bewohner dürfen das Haus bis einschließlich 8. Juni nicht verlassen.

Am Freitagvormittag war etagenweise mit den PCR-Tests begonnen worden. Parallel wurden die Daten der Bewohner erfasst. Laut einem Sprecher der Stadt Dresden sollten die Corona-Tests bis zum frühen Nachmittag dauern. Die Polizei kontrolliert Ein- und Ausgänge.

Verdacht auf Virusvariante

Hintergrund ist der Tod eines am Coronavirus erkrankten jungen Mannes nach seiner Rückkehr aus Indien. Sein Gesundheitszustand hatte sich nach einem zunächst guten Allgemeinzustand laut Stadt rapide verschlechtert. Es bestehe der begründete Verdacht, dass die Infektion auf eine Virusvariante zurückzuführen sei, hieß es.

Derzeit ist noch unklar, wie viele Menschen in dem Studentenwohnheim von der Quarantäne betroffen sind. Das Brand- und Katastrophenschutzamt hat die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten übernommen.

Video: WHO führt neue Namen für Corona-Varianten ein

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