Drittes Massengrab auf mexikanischem Grundstück entdeckt

Gelände mit Massengräbern

Zum dritten Mal innerhalb von drei Monaten haben mexikanische Ermittler auf einem Grundstück in der Gemeinde Tlajomulco ein Massengrab entdeckt. Bislang seien darin die sterblichen Überreste von mindestens 29 Menschen geborgen worden, doch dauere die Suche weiter an, teilte die Staatsanwaltschaft des westlichen Bundesstaats Jalisco am Montag mit. Vier der Toten wurden demnach identifiziert, sie waren zuvor als vermisst gemeldet worden.

Tlajomulco liegt am Rand von Guadalajara, der Hauptstadt von Jalisco. Auf dem Grundstück waren bereits im November und Dezember zwei Massengräber mit den sterblichen Überresten von insgesamt mindestens 81 Menschen gefunden worden.

In Jalisco hat die Gewalt seit dem Jahr 2017 massiv zugenommen. In dem Bundesstaat ist das mächtige Drogenkartell Jalisco Nueva Generación aktiv, das die USA als eine der gefährlichsten kriminellen Banden der Welt betrachten. Allein vom 1. Januar bis 30. November listeten die Behörden von Jalisco 2465 Morde auf.

Seit dem Beginn einer umstrittenen Militäroffensive der mexikanischen Regierung gegen die Drogenkartelle im Jahr 2006 wurden der amtlichen Statistik zufolge landesweit mehr als 3000 Massengräber entdeckt.