Noch immer dutzende Menschen nach Erdrutsch in Japan vermisst

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Bergungsarbeiten in Atami

Zwei Tage nach dem gewaltigen Erdrutsch in Japan sind auch am Montagabend noch dutzende Menschen vermisst worden. Das Schicksal von mindestens 64 Menschen sei noch ungeklärt, sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzes in der Stadt Atami. Vier Todesopfer seien inzwischen geborgen worden. Die Einsatzkräfte suchten unter den Schlamm- und Geröllmassen weiter nach Überlebenden. Nach einer nächtlichen Pause soll die Suche am Dienstag fortgesetzt werden.

Soldaten und andere Rettungskräfte durchsuchten die Erdmassen mit Stöcken. Auch Bagger und Spürhunde kamen zum Einsatz. "Sie tun ihr Bestes, um möglichst viele Menschen möglichst bald zu retten", sagte Regierungschef Yoshihide Suga. Die riesige Schlammlawine, die am Samstag nach tagelangen heftigen Regenfällen auf das Wohngebiet in der Küstenstadt Atami niedergegangen war, hatte rund 130 Häuser zerstört.

Zunächst war von rund 20 Vermissten die Rede gewesen. Am Montag teilten die Behörden zunächst mit, das Schicksal von 113 Menschen, die sich während des Erdrutsches am Unglücksort aufgehalten haben sollen, sei ungeklärt. Diese Zahl habe sich inzwischen auf mindestens 64 reduziert, sagte später der Sprecher des städtischen Katastrophenschutzes, Hiroki Onuma. Es werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die Angaben weiter zu präzisieren. Die Stadt veröffentlichte die Namen der Vermissten, um Klarheit über ihren möglichen Verbleib zu erhalten.

Der beliebte Ferienort Atami in der zentraljapanischen Präfektur Shizuoka liegt rund hundert Kilometer südwestlich der Hauptstadt Tokio. Die Behörden warnten wegen der anhaltenden Regenfälle vor weiteren Erdrutschen. Für mehrere Städte in der Region galten Evakuierungsanordnungen.

Während der Regenzeit in Japan kommt es häufig zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Experten gehen davon aus, dass der Klimawandel das Phänomen verstärkt, weil eine wärmere Atmosphäre mehr Wasser speichert, was wiederum zu intensiveren Regenfällen führt.

ck/jes

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