Kleines Detail im Hintergrund: Mann wegen Facebook-Foto verhaftet

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Man sollte immer darauf achten, was im Hintergrund zu sehen ist. Diesen fotografischen Standard-Tipp hätte ein Mann aus Missouri besser befolgen sollen.

Auf dem Foto der Facebook-Anzeige ist deutlich das Meth zu sehen. (Quelle:
Stone County Sheriff's Office)
Auf diesem Foto für eine Facebook-Anzeige versteckt sich etwas Illegales... (Bild: Stone County Sheriff's Office)

Das hätte auch dem ewig glücklosen Jesse Pinkman aus der erfolgreichen Drogen-Serie "Breaking Bad" passieren können. Der 38-jährige James K. aus Reeds Springs im US-Bundesstaat Missouri hatte eigentlich ein recht harmloses Angebot auf der Kleinanzeigenseite Facebook Marketplace gepostet. Er wollte einen Katalysator loswerden. Dafür stellte er ein Foto des originalverpackten Autoteils online. Was K. nicht beachtet hatte, war der verräterische Bildhintergrund.

Denn dort war sein Wohnzimmertisch zu sehen und auf diesem befand sich nicht nur eine durchsichtige Plastiktüte mit weißen Kristallen, sondern auch noch ein Löffel und eine Spritze. Mehr als genug Indizien für die örtliche Polizei, dem Online-Verkäufer einen Hausbesuch abzustatten, nachdem sie ein Facebook-User auf das Foto hingewiesen hatte. Wie sich herausstellen sollte, trogen die Anzeichen nicht. In der Tüte befanden sich tatsächlich 48 Gramm Meth. Dazu fand die Polizei auch noch eine Handfeuerwaffe, die nicht registriert war.

Ratschlag von der Polizei

In einem eigenen Facebook-Post schrieb Stone County Sheriff Doug Rader: "Er muss wohl unter Drogeneinfluss gestanden haben, denn im Hintergrund des Bildes hat er einen großen Beutel Meth und eine Spritze auf dem Couchtisch vergessen." Man könne sich seine Überraschung vorstellen, als plötzlich die Polizei vor seiner Tür stand. "Wir haben ihm einen neuen Wohnort angeboten," schrieb Rader weiter und entschuldigte sich bei den ehrlichen Kauf-Interessenten: "Sorry Leute, sein Katalysator steht momentan nicht zum Verkauf." 

Einen guten Tipp hatte der Sheriff auch noch parat: "Denkt daran, wenn ihr etwas auf Social Media verkaufen wollt, stellt sicher, dass eure Drogen nicht im Hintergrund zu sehen sind." Der 38-Jährige muss sich nun wegen Drogenbesitzes vor Gericht verantworten. Da er bereits wegen häuslicher Gewalt und Widerstand gegen die Staatsgewalt vorbestraft war, sitzt er momentan ohne Kaution im Gefängnis von Reeds Springs ein.

Im Video: Verfolgungsjagd auf hoher See - Kolumbianische Marine stoppt Drogen-U-Boot

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