Drohnen-Alarm bei Kendall Jenner: Haben die Stars bald keine Privatsphäre mehr?

Vor Kendall Jenners Haus wurde ein Mann mit Drohne gesichtet. (Bild: AP Images)

Offenbar hat ein Paparazzo versucht, Kendall Jenner per Drohne in ihrem Haus auszuspähen. Und das Model ist nicht der einzige Star, dem die Flugobjekte bisher unangenehm nahegekommen sind.

Sie werden auf Schritt und Tritt verfolgt, der Kamerablitz ist ihr ständiger Begleiter: Viele Stars haben sich daran gewöhnt, permanent im Fokus der Paparazzi zu stehen. Doch bisher gab es zumindest einen Rückzugsort, an dem die Promis ungestört sein konnten: Ihr eigenes Zuhause. Offenbar ist aber auch hier die Privatsphäre der Stars in Gefahr, wie eine aktuelle Meldung von Kendall Jenner zeigt.

Wie das Promi-Portal „TMZ“ berichtet, entdeckte die Security des Models gestern einen Mann, der in der Nähe ihres Haus in den Hollywood Hills eine Drohne in Stellung brachte. Sofort wurde die Polizei alarmiert, die den Mann und sein Auto durchsuchte. Doch da er zu diesem Zeitpunkt noch nichts Illegales getan habe, wurde er laut „TMZ“ wieder laufen gelassen.

Bei Ryan Phillippe rückten sie sogar mit Hubschraubern an – wegen Katy Perry

Die Gefahr, in einer vermeintlich sicheren Umgebung aus der Luft von einer Drohne gefilmt zu werden, ist aber durchaus real. Offenbar verfügen immer mehr Bildagenturen und Paparazzi über die kleinen Flugobjekte, die ganz einfach per Fernsteuerung bedient und mit hochmodernen Kameras ausgestattet werden können. Laut Medienberichten können manche Drohnen sogar durch geöffnete Fenster in die Innenräume spähen.

Sängerin Selena Gomez soll bereits von Drohnen verfolgt worden sein – und auch bei der Hochzeit von Schauspielerin Anne Hathaway wurden angeblich kleine Flugobjekte gesichtet. Popstar Miley Cyrus filmte sogar im Juli 2014, wie eine Drohne direkt über ihr kreiste.


„Drohnen-Paparazzi, was zur Hölle?“, postete die Sängerin dazu auf Instagram.

Ob für Militäreinsätze, bei Filmproduktionen oder für aufwendige Landschaftsaufnahmen – Drohnen sind in vielen Bereichen längst unverzichtbare Hilfsmittel. Doch wie können Stars sich schützen? In den USA ist gesetzlich geregelt: Kleine Varianten der Drohnen dürfen zwar gestartet werden, müssen jedoch Flugverbotszonen einhalten sowie die Privatsphäre von Bürgern respektieren. In Großbritannien muss ein Sicherheitsabstand zu Menschen und Gebäuden eingehalten werden.

Doch trotz klarer Regeln – die Flugobjekte sorgen bei den Betroffenen für ein extrem beklemmendes Gefühl. Lassen Paparazzi eine Drohne über dem Garten kreisen, dringen sie empfindlich in die Privatsphäre der Stars ein. Unabhängig davon, ob Fotos und Videos am Ende veröffentlicht werden dürfen oder nicht. Miley Cyrus etwa schrieb zu ihrem Drohnen-Video, dass der Helikopter, der anschließend über ihrem Grundstück kreiste, sie wesentlich weniger störe als die Drohne.

Drohnen über dem eigenen Garten? Kanye West sorgte sich schon 2014 um die Privatsphäre seiner Familie. (Bild: Getty Images)

Rapper Kanye West formulierte seine Angst vor den Flugobjekten im Jahr 2014 gegenüber „TMZ“ so: „Wird deine Tochter von Drohnen gestalkt? Fliegen Drohnen über ihr, wenn sie im Alter von einem Jahr das Schwimmen lernt? Würdest du deiner Tochter nicht das Schwimmen beibringen wollen, ohne, dass Drohnen über ihr kreisen?“

Es gibt aber auch engagierte Nachbarn, die sich auf sehr radikale Weise gegen die Drohnen über den berühmten Nachbarhäusern wehren. So machte die 66-jährige Jennifer Youngman aus dem US-Bundesstaat Virginia im vergangenen Jahr Schlagzeilen: Als sie sah, dass Paparazzi eines der fliegenden Geräte zum Haus ihres Nachbarn, dem Schauspieler Robert Duvall, entsandten, schoss sie es kurzerhand mit ihrer Schrotflinte ab.

Viele Stars würden sich wohl wünschen, dass so eine Aktion künftig nicht mehr vonnöten ist. Doch was den Schutz der Privatsphäre angeht, müssen die Behörden offenbar noch nachlegen.

 

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