Drohnenaufnahmen zeigen, warum Trumps Mauer scheitern wird

Business Insider Deutschland

Die Zoll- und Grenzschutzbehörde der USA hat ein Video der Prototypen von Trumps geplanter Mauer an der Grenze zu Mexiko veröffentlich. Dabei fällt besonders eins auf: Diese Mauer wird durch neue Technologien sehr leicht zu überwinden sein. Das Hauptargument des US-Präsidenten für die Mauer war bereits im Wahlkampf, den Drogenhandel an der Grenze zu überwinden. Er wollte verhindern, dass „Drogen in dieses Land strömen“, so Trump damals.

Wenn es allerdings die Zoll- und Grenzschutzbehörde mit einer Drohne so leicht über die Prototypen schafft, dann gilt das auch für Drogenhändler. Mit ihrem eigenen Video hat die Behörde nun gezeigt, woran die Mauer scheitern wird. Für die meisten Fälle, die über Drogenschmuggel an der Grenze bekannt sind, wäre Trumps Mauer kein Hindernis, wie „Gizmodo“ berichtet. „Vergesst nicht, dass an der Grenze auch Grenzschutzbeamte, Sensoren, Kameras und andere Technologien im Einsatz sind“, sagte Carlos Diaz von der Zoll- und Grenzschutzbehörde zu „Gizmodo“. Die Kombination dieser Elemente sei ein „effektiver und effizienter Weg, die Grenze zu schützen.“

Der Mauerbau war eines der am umstrittensten Wahlversprechen Trumps. Unklar ist die Finanzierung des auf 20 Milliarden Dollar geschätzten Projekts. Bislang hat Trump beim Kongress nur eine Anschubfinanzierung in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar beantragt. Die Zoll- und Grenzschutzbehörde fordert seit Jahren andere Maßnahmen, wie etwa die entsprechenden Sensoren und Kameras — Trump setzt jedoch weiterhin auf die Mauer.

Trump: Mauer muss nicht komplette Grenze zu Mexiko abdecken

Zudem hält Trump es nach eigenen Angaben nicht für nötig, an der gesamten Grenze zu Mexiko die von ihm versprochene Mauer hochzuziehen. „Es gibt Berge. Es gibt ein paar Flüsse, die brutal und teuflisch sind. Es gibt ein paar Gebiete, die so weit weg sind, dass Leute nicht wirklich rüberkommen“, sagte Trump im Juli. Daher müsse die Mauer nur auf etwa 1.100 bis 1.450 Kilometern der insgesamt 3.200 Kilometer langen Grenze gebaut werden. Knapp 1.000 Kilometer der Grenze sind bereits mit Mauerteilen und Zäunen verstärkt.

Trump sagte, dass es wichtig sei, dass die US-Grenzposten durch die Mauer durchschauen könnten, um nahende Gefahren erkennen zu können. „So schrecklich sich das anhört: Wenn die große Säcke mit Drogen rüber werfen und man Leute auf der anderen Seite der Mauer hat, sieht man die nicht. Die treffen dich mit 60 Pfund Stoff auf dem Kopf? Dann ist es aus.“

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