Es droht der Bankrott: Milan-Besitzer Yonghong Li soll pleite sein

Muss Milan-Besitzer Li seine Anteile verkaufen? Dieses Gerüchte machte zuletzt die Runde, wurde nun aber vom Chinesen klar dementiert.

Erneut sorgt der Besitzer des AC Mailand, Yonghong Li, unfreiwillig für Schlagzeilen. Und erneut sind es seine Finanzen, die viele Tifosi des italienischen Traditionsvereins beunruhigen dürften. Der Corriere della Sera berichtet, der chinesische Geschäftsmann habe Schulden und könne diese nun nicht mehr zurückzahlen.

Li hatte Milan erst im vergangenen Jahr für mehr als 700 Millionen Euro vom langjährigen Besitzer Silvio Berlusconi und dessen Firma Fininvest gekauft, seitdem halten sich aber auch Gerüchte um Liquiditätsprobleme bei dem 48-Jährigen.

Fällt der AC Mailand an den Hedgefonds "Elliott"?

Die renommierte Journalistin Milena Gabanelli schreibt nun, Li habe hohe Schulden bei gleich zwei Banken. Die Probleme sollen so gravierend sein, dass seine Vermögenswerte beim Online-Auktionshaus Taobao versteigert werden müssen.

Noch habe der angebliche finanzielle Engpass Lis keinen Einfluss auf Milan. Das könne sich aber im Oktober ändern. Dann muss ein Darlehen in Höhe von 300 Millionen Euro beim US-Hedgefonds "Elliott" zurückgezahlt werden. Sollte das nicht gelingen, könnte der Klub an den Fonds gehen, der einen zweifelhaften Ruf genießt und dafür bekannt ist, seine Aktiva auszupressen.

Milans ehemaliger Boss Adriano Galliani ist von den Berichten überrascht. Bei Canale Cinque sagte er: "Sie haben Sicherheiten präsentiert und die Dinge überprüft. Dieser Gentleman hat Milan für eine gewichtige Summe gekauft. Wir wurden von einem großen internationalen Unternehmen (Fininvest; Anm. d. Red.) vertreten und er von einer internationalen Bank. Es war alles in Ordnung."