Drohung vor Protesten in Hongkong: Greift Peking ein?

Es ist eine klare Warnung in Richtung Hongkong: In der chinesischen Stadt Shenzhen lässt Peking Hunderte Sicherheitskräfte zu einer Übung auflaufen. Eine Machtdemonstration nur wenige Kilometer von der Sonderverwaltungszone entfernt.

Trump: Krise "in 15 Minuten lösen"

Denn in Hongkong soll es heute und am Wochenende neue Proteste geben. China habe nicht beschlossen, diese mit Gewalt niederzuschlagen, sei aber dazu bereit, hieß es aus Peking.

Grund zur Sorge für US-Präsident Donald Trump: "Ja, ich bin beunruhigt. Ich möchte keine Gewalteskalation in Hongkong sehen. Ich mag Präsident Xi, wir verstehen uns sehr gut. Ich habe ihm gesagt, ich könnte wetten, dass er die Krise in 15 Minuten lösen kann, wenn er sich einfach mit Vertretern der Protestbewegung an einen Tisch setzen würde."

Friedensbotschaften auf Fassaden und Titelseiten

Nun hat sich auch erstmals Hongkongs reichster Geschäftsmann, Li Ka-shing, in der Krise zu Wort gemeldet. "Stoppt die Gewalt im Namen der Liebe", ließ er auf die Titelseiten mehrerer Hongkonger Zeitungen drucken.

Nicht zu übersehen war auch die Friedensbotschaft des Extremkletterers Alain Robert aus Frankreich, auch "französischer Spiderman" genannt. Er erklomm in Hongkong einen Wolkenkratzer und entrollte dort ein Banner: Darauf zu sehen: die Flaggen Chinas und Hongkongs und zwei sich schüttelnde Hände.