Druck der USA: Höchster Ölpreis seit 6 Monaten

Die Europäische Union hat die erneute Verschärfung des US-Ölembargos gegen den Iran kritisiert. Washington will Ausnahmeregelungen für Firmen aus Ländern wie Italien, Griechenland und China Anfang kommenden Monats auslaufen lassen.

Eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini erklärte in Brüssel, das Vorgehen der USA drohe das Abkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe noch weiter zu gefährden. Die Rohölpreise sind nach Ostern auf dem höchsten Stand seit Oktober.

Oliver Roth von der Oddo Seydler Bank AG in Frankfurt: "Das Thema Öl beschäftigt die Märkte natürlich jetzt immer mehr. Der Öpreis steigt und steigt und wird langsam auch zur zusätzlichen Gefahr für die Konjunktur. Da hilft es natürlich nicht eben weiter, wenn Donald Trump weitere Embargos ins Thema bringt, und den Iran nochmal zusätzlich unter Druck setzen möchte."

Die USA verstärken den Druck, weil Washington die iranische Regierung als Unterstützer von Terrorismus in der Region erachtet. Versuche von EU-Staaten, die Sanktionen auszuhebeln, sind bislang nicht erfolgreich.

Iran droht mit Blockade

Die iranischen Revolutionsgarden drohten mit einer Blockade der Straße von Hormus im Persischen Golf, falls die USA den Ölexport des Landes stoppen sollten. Die Straße von Hormus ist die wichtigste Öl-Handelsroute, durch die fast ein Drittel der weltweiten Ölexporte verschifft wird.