Werbung

Dschihadisten-Miliz IS bekennt sich zu Anschlägen in Pakistan

Am Tag vor der Parlamentswahl in Pakistan sind am Mittwoch im Südwesten des Landes bei zwei Explosionen mindestens 28 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. (Banaras KHAN)
Am Tag vor der Parlamentswahl in Pakistan sind am Mittwoch im Südwesten des Landes bei zwei Explosionen mindestens 28 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. (Banaras KHAN)

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu zwei tödlichen Bombenanschlägen bekannt, bei denen in Pakistan am Vortag der Parlamentswahlen mindestens 28 Menschen getötet worden sind. IS-Kämpfer hätten am Mittwoch in den Distrikten Pishin und Killa Saifullah bei Wahlveranstaltungen mit Sprengstoff präparierte Motorräder "in die Luft gejagt", erklärte die Gruppe im Onlinedienst Telegram. UN-Generalsekretär Antonio Guterres verurteilte "aufs Schärfste" die "schrecklichen Anschläge".

Bei der Explosion in Pishin nahe dem Büro eines unabhängigen Kandidaten wurden am Mittwoch nach Angaben der Polizei und des Informationsministers Jan Achakzai 16 Menschen getötet und 34 weitere verletzt. Der zweite Vorfall im Distrikt Killa Saifullah habe auf das Wahlbüro der islamistischen Partei Jamiat Ulema-e-Islam-F (JUI-F) gezielt, sagte ein hochrangiger Polizeivertreter der Nachrichtenagentur AFP. Dort seien mindestens zwölf Menschen getötet worden, sagte Achakzai. Beide Distrikte liegen in der Provinz Balutschistan.

In Pakistan wird am Donnerstag gewählt. Rund 128 Millionen Wahlberechtigte sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Fast 18.000 Kandidaten haben sich für die Wahlen zum Parlament und zu vier Provinzversammlungen aufstellen lassen.

Guterres' Sprecher Stephane Dujarric erklärte, die Anschläge stünden "eindeutig" mit den Wahlen im Zusammenhang. Informationsminister Achakzai kündigte an, die Wahlen würden trotzdem abgehalten.

ma/ck