"DSDS"-Comeback von Dieter Bohlen: "Das hat mir damals schon wehgetan"

Am Samstag, 14. Januar, startet die finale 20. Staffel der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" bei RTL. In der Jury sitzt noch einmal Dieter Bohlen, der im Interview mit RTL über verletzte Gefühle und seine persönlichen Macken plaudert.

Anderthalb Wochen vor dem Start der letzten Staffel
Anderthalb Wochen vor dem Start der letzten Staffel "Deutschland sucht den Superstar" steht Dieter Bohlen im RTL-Interview Rede und Antwort. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

"Ich bin ehrlich, ich hatte Gänsehaut am ersten Tag", sagt Dieter Bohlen: Am Samstag, 14. Januar, startet die finale 20. Staffel der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" um 20.15 Uhr bei RTL. Der inzwischen 68-jährige Bohlen darf zum Abschied noch einmal in der Jury sitzen, nachdem er im Jahr zuvor kurzzeitig von Schlagerstar Florian Silbereisen ersetzt worden war.

In einem Interview mit dem Sender spricht Bohlen nun über seine Rückkehr: "DSDS und Supertalent, das sind ja meine Kinder, für die ich 18 Jahre lang wirklich alles getan habe", erklärt er: "Wenn man da auf einmal gesagt bekommt, das machen jetzt andere - das hat mir damals schon wehgetan." Doch genauso wie der Schmerz damals überwiege nun die Freude, die er am ersten Tag zurück hinter dem Jurypult empfand.

Einen Lieblingsmoment aus den vergangenen 19 Staffeln der Castingshow hat Bohlen nicht: "Es gab Tausende schöner Momente dank DSDS." Ebenso wenig Reue empfindet der wegen seiner harten Sprüche oftmals kritisierte Juror: "Ich weiß, die Leute sagen oft, ich bin zu hart, aber ich glaube ganz ehrlich: Das sind Menschen, die keine Ahnung von dem Business haben. Das Business ist viel härter! Man kann Kritik natürlich anders verpacken oder auch einfach sagen 'nö, du kannst nicht singen'. Das wird aber irgendwann langweilig, oder?"

Sind auf der Suche nach Deutschlands besten Stimmen, von links: Leony, Katja Krasavice, Pietro Lombardi und Dieter Bohlen. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Sind auf der Suche nach Deutschlands besten Stimmen, von links: Leony, Katja Krasavice, Pietro Lombardi und Dieter Bohlen. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

"Ich könnte gar nicht einschlafen ohne Gebet"

Doch es ist nicht nur die Sendung, über die Bohlen in dem Interview plaudert. Er überrascht auch mit Einblicken in seine persönlichen Macken: "Ich bin ein erbärmlicher Koch", zählt er auf: "im Haushalt bin ich eine Niete, ich kann nichts!" Vor einigen Tagen habe er jedoch einen Schrank für seine Partnerin Carina Walz repariert, "aber nur, weil ich mir in dem Moment beweisen wollte, dass ich das hinkriege. Normalerweise habe ich die Zeit dazu gar nicht und bin handwerklich auch einfach unbegabt."

Seine Partnerin, mit der er seit 2006 zusammen ist, schätze vor allem seine Cleverness und seine Verlässlichkeit: "Ich bin kreuzloyal, mein ganzes Leben lang gewesen." Auch outet sich der fünffache Vater als gläubiger Christ: "Ich bin evangelisch und bete jeden Tag." In die Kirche gehe er selten, "aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, gerne": "Ich mag es auch, dass die Familie täglich zum Frühstück betet und ich könnte gar nicht einschlafen ohne Gebet. Das ist für mich eine gewisse Demut und Dankbarkeit".

In elf Castingausgaben, die RTL jeweils samstags und mittwochs zeigt, bekommen die Talente bei "Deutschland sucht den Superstar" die Chance, sich für den anschließenden Recall in Mönchengladbach und auf Mallorca zu empfehlen. Wer im Casting die Goldene CD eines Jurors ergattert, sichert sich ein direktes Ticket auf die Baleareninsel. In sechs Recall-Ausgaben (jeweils samstags) schrumpft das Teilnehmendenfeld auf zehn Sängerinnen und Sänger zusammen, die in den abschließenden drei Live-Shows um den 20. DSDS-Titel kämpfen. In der Jury sitzen neben Bohlen die Musiker Pietro Lombardi, Leony und Katja Krasavice. Die Moderation liegt bei Laura Wontorra.

Im Video: "DSDS"-Rückkehr von Pietro Lombardi: So "glücklich" ist Dieter Bohlen