Duell der einstigen Außenseiter bei Stichwahl um Präsidentenamt in Kolumbien

Bei der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl in Kolumbien treten am Sonntag zwei ursprünglich als Außenseiter gehandelte Kandidaten gegeneinander an. Mit Gustavo Petro hat erstmals ein linker Ex-Guerillakämpfer Chancen auf das höchste Staatsamt. In Umfragen liegt der ideologisch kaum einzuordnende Populist, Multimillionär und selbsternannte Anti-Korruptionskämpfer Rodolfo Hernández allerdings gleich auf.

Der 62-jährige Petro hatte sich in jungen Jahren der Rebellengruppe M-19 angeschlossen und saß fast zwei Jahre im Gefängnis. Er verspricht Kolumbien einen sozialen und ökologischen Reformkurs. Der 77-jährige Bauunternehmer Hernández kam ohne Unterstützung einer etablierten Partei im ersten Wahlgang überraschend auf 28 Prozent der Stimmen. Sein wichtigstes Thema ist der Kampf gegen Korruption, seine genauen Pläne blieben bislang jedoch vage.

pe/lan

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