Durchbruch beim „Roten Haus“: Eigentümer verzichtet zugunsten des Aufzugs auf Flächen

Wegen eines Aufzugs von der U-Bahn-Haltestelle gibt es seit langem Diskussionen.

Mitten in der Altstadt befindet sich in bester Lage zwischen Rathaus und Alter Markt ein verwahrlostes Grundstück, umgeben von einem hohen Bretterzaun. Wer durch die Spalten zwischen den Latten hindurchblickt, sieht wild wuchernde Pflanzen und ab und an auch Müll, den jemand achtlos weggeworfen hat.

An dieser Stelle stand bis 2005 das „Rote Haus“, das während des Baus der Nord-Süd-Stadtbahn abgerissen werden musste. Seitdem liegt die Fläche brach. Der Eigentümer, der dort ein Hotel mit Gastronomie im Erdgeschoss bauen will, hat jetzt eine neue Idee entwickelt, um sein Vorhaben endlich umsetzen zu können. Die Stadt hat zwar bereits im Juli 2015 mit ihm einen Kaufvertrag mit Verpflichtung zum Wiederaufbau geschlossen, doch passiert ist seitdem nichts. Das liegt an langwierigen Diskussionen über einen Aufzug, der von der U-Bahn-Haltestelle Rathaus nach oben auf den Alter Markt führt und der zurzeit in einem provisorischen Holzhaus untergebracht ist.

Um die Barrierefreiheit sicherzustellen, soll der Aufzug auch auf den Rathausplatz führen. Ursprünglich sollten Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen über einen Durchgang, eine sogenannte Passerelle, dorthin gelangen können. Diese Überlegungen wurden jedoch vor dem Hintergrund der massenhaften Straftaten in der Silvesternacht 2015 verworfen, da aus Sicht der Polizei ein neuer Angstraum entstehen würde.

Der Aufzug soll innerhalb des Roten Hauses liegen

Die Stadtverwaltung wollte zuletzt einen zweiten Aufzug innerhalb des Roten Hauses bauen. Die Benutzer würden dann mit dem bereits jetzt im provisorischen Holzhaus vorhandenen Aufzug vom Bahnsteig direkt auf den Alter Markt hochfahren. Dort müssten sie 15 Meter zurücklegen, um den zweiten Aufzug am Fuß der Treppe, die zum Rathaus heraufführt, zu erreichen. Dieser würde sie auf die Ebene des Rathausplatzes bringen. Um die Länge der Treppe zu überbrücken, müsste ein 1,50 Meter breiter Hochsteg eingezogen werden.

Da diese Idee auf wenig Gegenliebe stieß, hat der Eigentümer jetzt einen neuen Vorschlag eingebracht, der nahezu identisch mit den Forderungen der SPD-Ratsfraktion ist. So soll der Aufzug innerhalb des Roten Hauses liegen. Statt eines Hochstegs soll die Verbindung zum Rathausplatz allerdings entlang der Außenfassade des neuen Gebäudes führen. Damit kein Angstraum entsteht, könnte der Übergang beleuchtet und mit transparenten Materialien ausgestattet werden, damit der Bereich einsehbar ist. Um diese Variante realisieren zu können, will der Investor auf einen Großteil der im Erdgeschoss geplanten Gastronomiefläche verzichten. Es zeichnet sich ab, dass die Politiker im Stadtrat zustimmen werden....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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