Durchsuchungen wegen Kinderpornografie in Schleswig-Holstein

Blaulicht (AFP/Ina FASSBENDER) (Ina FASSBENDER)

Mit Durchsuchungen sind Ermittler in Schleswig-Holstein gegen Kinderpornografie vorgegangen. Bislang gebe es keine Hinweise darauf, dass die 27 Tatverdächtigen im Alter zwischen 17 und 61 Jahren miteinander vernetzt seien, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in Kiel mit. Die Gruppe soll Kinderpornografie unabhängig voneinander besessen und verbreitet haben.

27 Objekte in den Kreisen Segeberg und Plön wurden am Donnerstag durchsucht. Dabei beschlagnahmten die Ermittler zahlreiche Datenträger, die nun ausgewertet werden sollen. Zudem werde geprüft, ob und an wen das Material noch weiter verbreitet worden sei. Es gebe keine Erkenntnisse, dass die Verdächtigen die Daten selbst hergestellt und damit aktiv Kinder missbraucht hätten.

Bei einem 52-Jährigen stießen die Ermittler auf eine Indoorplantage und beschlagnahmten fünf Kilogramm Marihuana. Alle Verdächtigen befinden sich auf freiem Fuß. Insgesamt stiegen die Zahlen beim Besitz und Verschaffen von Kinderpornografie durch verstärkte Kontrollen im Land an. 2021 wurden in Schleswig-Holstein 459 Fälle in diesem Deliktbereich bekannt. 394 davon konnten aufgeklärt werden.

ald/cfm

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