Dutzende weitere Protestteilnehmer in Kuba zu Haftstrafen verurteilt

Knapp ein Jahr nach den großen regierungskritischen Protesten in Kuba sind dutzende weitere Teilnehmer zu teilweise langen Haftstrafen verurteilt worden. Nach Behördenangaben vom Mittwoch (Ortszeit) verurteilten drei Gerichte in Havanna, Santiago und Matanzas insgesamt 74 Angeklagte wegen Aufruhrs, Unruhestiftung und anderer Vorwürfe im Zusammenhang mit den Demonstrationen.

56 der Verurteilten erhielten zwischen zehn und 18 Jahre Haft. 18 weitere, darunter zwölf Jugendliche, wurden zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Die Verurteilten hätten die "verfassungsmäßige Ordnung und Stabilität unseres sozialistischen Staates angegriffen", erklärte die Generalstaatsanwaltschaft.

Im Juli 2021 hatten in dutzenden kubanischen Städten tausende Menschen demonstriert. Damit reagierten sie auf Kubas schwerste Wirtschaftskrise seit fast 30 Jahren, die immer noch anhält und zahlreiche Bewohner des Landes zur Flucht treibt. Fast 1400 Menschen wurden bei den Protesten festgenommen. 488 der Festgenommenen wurden inzwischen zu bis zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt.

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