Dutzende Raketen aus dem Gazastreifen als Antwort auf Israels Luftangriff

Bei einer israelischen Militäraktion im Gazastreifen sind mindestens zehn Menschen, darunter ein hochrangiger Militärchef, getötet worden, 75 Menschen wurden nach palästinensischen Angaben verletzt.

Als Antwort auf Israels Luftangriffe haben militante Palästinenser der Gruppe Islamischer Dschihad (PIJ) nach eigenen Angaben rund 100 Raketen auf Israel abgefeuert, die israelischen Medienberichten zufolge auf offenem Gelände niedergingen oder vom Raketenabwehrsystem "Iron Dome" abgefangen wurden. In einer Fernsehansprache erklärte Israels Ministerpräsident:

"Israel wird nicht tatenlos zusehen, wenn versucht wird, seiner Zivilbevölkerung Schaden zuzufügen. Diese Regierung verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber allen versuchten Angriffen aus dem Gazastreifen auf israelisches Gebiet. Terror-Organisationen werden nicht die Regeln in den Ortschaften am Rande des Gazastreifens bestimmen, wir werden keine Bedrohung für die Anwohner akzeptieren. (...) Israel ist nicht an einer breiten Operation interessiert, hat aber auch keine Angst vor ihr."

Unter den Toten befanden sich - nach Angaben der palästinensischen Gesundheitbehörde - ein 5-jähriges Mädchen und eine 23-jährige Frau. Der Angriff Israels habe Tai- sir al-Dschabari, dem Militärchef, und weiteren Mitgliedern des Islamischen Dschihads gegolten. Letztere wird von westlichen Staaten als Terrororganisation eingestuft.

Israel erklärte, es habe die militante Gruppe Islamischer Dschihad als Reaktion auf eine "unmittelbare Bedrohung" ins Visier genommen, nachdem am Montag ein hochrangiger Kämpfers ((Bassem Saadi)) im Westjordanland festgenommen wurde. Die Organisation soll einen Angriff auf israelische Zivilisten vorbereitet haben. Militärchef Al-Dschabari war - nach israelischen Angaben - verantwortlich für mehrere Raketenangriffe auf Israel.

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