Mindestens fünf Todesopfer bei Tornado-Serie im Zentrum der USA

Bei einer Serie von Tornados im Zentrum der USA sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des US-Wetterdienstes zogen seit Freitag mehr als einhundert Tornados über die Bundesstaaten Oklahoma, Texas, Nebraska, Iowa und Missouri hinweg. (Handout)
Bei einer Serie von Tornados im Zentrum der USA sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des US-Wetterdienstes zogen seit Freitag mehr als einhundert Tornados über die Bundesstaaten Oklahoma, Texas, Nebraska, Iowa und Missouri hinweg. (Handout)

Bei einer Serie von Tornados im Zentrum der USA sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des US-Wetterdienstes zogen seit Freitag mehr als einhundert Tornados über die Bundesstaaten Oklahoma, Texas, Nebraska, Iowa und Missouri hinweg.

Besonders hart getroffen wurde am Samstag die Kleinstadt Sulphur im Süden von Oklahoma, wo eine Frau ums Leben kam. In Onlinenetzwerken veröffentlichte Bilder und Videos zeigten zahlreiche zerstörte Gebäude: So lag ein Postauto auf den Trümmern eines zerstörten Hauses, überall lagen Betonblöcke und Holzpfosten herum. Auf der Suche nach Opfern und Überlebenden zogen Rettungskräfte von Haus zu Haus und von Auto zu Auto.

"Es sieht so aus, als ob jedes Geschäft in der Innenstadt zerstört wurde", sagte Oklahomas Gouverneur Kevin Stitt bei einer Pressekonferenz. Zum Glück hätten sich zum Zeitpunkt des Tornados am späten Samstagabend nicht viele Menschen auf den Straßen gefunden.

In der Stadt Holdenville im selben Bundesstaat kamen mindestens zwei Menschen ums Leben, darunter nach Medienberichten ein vier Monate altes Baby. Zudem starb ein Mensch auf einem Highway in der Stadt Marietta. Laut einem Bericht der "Washington Post" schleuderte ein Tornado in der Stadt Ardmore Trümmer bis zu 6100 Meter hoch in die Luft. Innerhalb von zwei Stunden nach dem Durchzug des ersten Wirbelsturms kamen zwei weitere Stürme nahe an den Ort heran.

Laut dem Nationalen Wetterdienst erreichten die Wirbelstürme in Sulphur und Marietta Windgeschwindigkeiten von bis zu 218 Kilometern pro Stunde. Sie wurden in die dritthöchste von insgesamt fünf Kategorien eingestuft. Oklahomas Gouverneur Stitt erklärte einen 30-tägigen Ausnahmezustand, um schneller Hilfe in zwölf der am stärksten betroffenen Landkreise zu bringen.

In einigen Orten brachten die Wirbelstürme bis zu 18 Zentimeter Niederschlag mit sich. Meteorologen warnten vor drohenden Sturzfluten, Hagel und weiteren Tornados. Zehntausende Haushalte in Texas und Oklahoma wurden nach Angaben der Website poweroutage.us von der Stromversorgung abgeschnitten.

Die Region ist für die Häufigkeit und Stärke der Tornados bekannt, die jedes Frühjahr die Gegend durchziehen. Derart viele Tornados in so kurzer Zeit gibt es jedoch nur äußerst selten.

gt/yb