Viele Tote und Verletzte – darunter mehrere Kinder – durch Anschlag auf Busse bei Aleppo

Bei einem Sprengstoffanschlag auf Busse mit umgesiedelten Schiiten aus zwei belagerten syrischen Ortschaften sind bei Aleppo mehr als 40 Menschen getötet worden. Einige Quellen sprechen von mehr als 100 Toten. Unter den Verletzen sind auch zahlreiche Kinder. Nach Angaben der Hisbollah nahestehender Medien sprengte sich ein Selbstmordattentäter mit seinem Fahrzeug neben den wartenden Bussen in die Luft.

Die Busse hatten am Freitag rund 5000 Menschen aus den von Rebellen belagerten Orten Fua und Kafraja gebracht. Sie mußten an einem Kontrollpunkt in Raschidin, einem Vorort von Aleppo, darauf warten, die Front zu passieren und in die von Regierungstruppen gehaltene Stadt zu gelangen.

Nach Angaben der Rebellen lag die Verzögerung zum Teil daran, dass weniger regierungstreue Kämpfer als vereinbart Fua und Kafraja verlassen hatten.

Am Samstagabend durften die ersten Busse dann die Front passieren. Die Verzögerung und der Anschlag zeigen nach Ansicht von Beobachtern, wie schwirig es im siebten Bürgerkriegsjahr ist, Übereinkünfte mit den verschiedenen Konfliktparteien zu treffen.

Im Gegenzug für die Evakuierung von Fua und Kafraja werden aus den von regierungstreuen Kräften belagerten Orten Madaja und Sabadani Menschen in die von Rebellen kontrollierte Provinz Idlib transportiert.

Die Opposition hat die Aktion als “zwangsweisen Bevölkerungsaustausch” kritisiert. Sie war vom Iran und Katar vermittelt worden.

At least 100 killed in bomb blast neat evacuee buses in Syria, opposition rescue service sayshttps://t.co/Z8BwKGyjlY pic.twitter.com/BAMGZcXLSF— ITV News (@itvnews) 15. April 2017

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