E-Scooter auf den Kölner Ringen: „Die rasen ohne Rücksicht an dir vorbei“

Samstag, 23 Uhr, Hohenzollernring. Eine Sirene heult auf, eine Polizeistreife läuft auf dem Bürgersteig. Die Schriftzüge über den Nachtclubs leuchten und blinken, junge Erwachsene stehen davor, in Schlangen, in Grüppchen. Lachen, Rufe.

Überall dazwischen: auf dem Gehweg geparkte E-Scooter. Aber auch viele Scooter-Fahrer, einige davon offenkundig schon deutlich angetrunken, die auf dem Geh- oder Fahrradweg im Slalom um die Fußgänger herumfahren, manchmal sechs bis acht hintereinander. Viele Passanten scheinen sichtlich genervt von den E-Scootern, die oft sehr dicht überholen.

Zu viele betrunkene Fahrer

Seitdem E-Scooter auf Kölner Straßen unterwegs sind, hat sich einiges verändert. In dieser Samstagnacht auf den vollen Ringen, wo Fußgänger, Restaurant- oder Barbesucher, Radfahrer, Obdachlose und vor allem viele junge Menschen auf der Suche nach der besten Party unterwegs sind, wird das besonders deutlich. „Die sind geil“, schreit ein betrunkener, etwa 20-Jähriger, während er vergeblich versucht, einen E-Scooter vor der Diskothek „Klapsmühle“ zu starten.

Er schafft es nicht. Glück für ihn in diesem Fall: Hätte es funktioniert, wäre er wohl direkt in die Streife von Hauptkommissar Ebel gefahren. Er und seine Kollegen stehen auf dem Rudolfplatz, und ihr ganz besonderes Augenmerk liegt auf den E-Scooter-Fahrern.

Die Kölner Polizei kontrolliere vor allem an den Ringen, der Altstadt und in Ehrenfeld, sagt er. Stichprobenweise ziehen die Beamte die Rollerfahrer aus dem Verkehr und lassen sie für einen Alkoholtest ins Röhrchen blasen. Die Beamten halten...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta