"Earth Hour" mobilisiert Menschen weltweit für den Klimaschutz

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Welt aus LED-Lampen vor Blackout am Brandenburger Tor

Für den Klimaschutz haben am Samstag weltweit Millionen Menschen das Licht ausgeschaltet. An der Aktion "Earth Hour" waren auch berühmte Wahrzeichen vieler Hauptstädte - wie das Brandenburger Tor in Berlin - beteiligt

Für den Klimaschutz haben am Samstag weltweit Millionen Menschen das Licht ausgeschaltet. An der Aktion "Earth Hour" waren auch berühmte Wahrzeichen vieler Hauptstädte beteiligt - so ging um 20.30 Uhr die Beleuchtung am Brandenburger Tor in Berlin oder am Eiffelturm in Paris für fünf Minuten aus. Das Ereignis wird seit 2007 von der Umweltschutzorganisation WWF organisiert.

In Deutschland beteiligten sich laut WWF 323 Städte an der "Earth Hour", weltweit waren es demnach mehr als 7000 Städte in 184 Ländern. Veranstaltungen standen unter anderem vor der Frauenkirche in Dresden, auf der Kölner Domplatte und vor der Theatinerkirche in München auf dem Programm. Aber auch die Bürger waren weltweit aufgerufen, ihre Beleuchtung für eine Stunde abzuschalten, um damit ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen.

Zu den berühmten Gebäuden weltweit, die bei der Aktion dabei waren, zählten der Kreml in Moskau, der Petersdom im Vatikan, die Akropolis in Athen, das Empire State Building und der Sitz der UNO in New York, die Pyramiden in Gizeh, der Big Ben und das Parlament in London, die blaue Moschee in Istanbul, die Alhambra in Granada und die Christ-Erlöser-Statue in Rio de Janeiro.

Begonnen hatte das Ereignis in Ozeanien und Australien, wo ebenfalls um 20.30 Uhr Ortszeit (früher Morgen MEZ) viele Lichter ausgingen. In der australischen Millionenmetropole Sydney wurde das Licht am weltberühmten Opernhaus, an der Hafenbrücke und am Riesenrad im Lunapark abgeschaltet.

"Wir haben die Earth Hour 2007 in Gang gebracht, um den Politikern zu zeigen, dass die Menschen sich wegen des Klimawandels Sorgen machen", sagte der Koordinator Siddarth Das in Sydney. "Dass dieser symbolische Augenblick zu einer globalen Bewegung wurde, spricht Bände über die mächtige Rolle der Menschen in Angelegenheiten, die ihr Leben betreffen."

Im elften Jahr des Bestehens gab der WWF die Parole aus, jedes der teilnehmenden Länder solle Themen in den Vordergrund stellen, die dort von besonderer Bedeutung seien. Im ostafrikanischen Tansania war beispielsweise eine Aktion zum Bäumepflanzen geplant. In Südafrika sollten Projekte zur Erzeugung erneuerbarer Energien vorgestellt werden, in China war eine Kooperation mit Unternehmen zur Entwicklung nachhaltigerer Lebensweisen vorgesehen.

In Myanmar wurden an der Shwedagon-Pagode 10.000 Öl-Lampen angezündet, in Singapur wurde ein "klimaneutraler" Lauf organisiert, an dem einige Läufer als Panda-Bären oder als Tiger verkleidet teilnahmen.

In den vergangenen drei Jahren wurden jeweils Rekordwerte bei den rund um die Welt gemessenen Temperaturen festgestellt. Die durch den Klimawandel hervorgerufenen Veränderungen betreffen unter anderem das Ansteigen der Meeresspiegel, die Zunahme von Dürreperioden und Überschwemmungen sowie die Entwicklung von noch stärker werdenden Wirbelstürmen.

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