Ein bunter Strand aus Glas

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Im Nordwesten Kaliforniens gibt es einen bunten Strand ganz aus Glas. Seit rund 50 Jahren verdaut die Natur hier, was der Mensch ihr hinterlassen hat. Das Resultat ist einzigartig, die Folgen des Tourismus allerdings auch.

Glass Beach: Die ehemalige Mülldeponie von Fort Bragg (Bild: Getty Images)
Glass Beach: Die ehemalige Mülldeponie von Fort Bragg (Bild: Getty Images)

Im frühen 20. Jahrhundert war es häufig noch gängige Praxis, Mülldeponien am oder im Wasser zu errichten. So auch in Fort Bragg, im Nordwesten Kaliforniens. Direkt am Pazifik gelegen, wurde seit der Einweihung 1906 bis 1943 die komplette Deponie mit Haushaltsmüll gefüllt. Zwischen 1943 und 1949 wurde eine Erweiterung der Anlage ebenfalls komplett mit Müll beladen. Also wurde 1949 erneut erweitert.

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Erst 1967 wurde diese letzte Erweiterung geschlossen. Die menschliche Erkenntnis, was Umwelt- und Folgeschäden angeht, war endlich auf der Höhe der Zeit angekommen. Heute, ein gutes halbes Jahrhundert später, hat sich die Natur die Gegend zurückerobert – und hält eine bunte Überraschung bereit.

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Was nämlich nach 61 Jahren Müllentsorgung an der Oberfläche der Strände zurückbleibt, ist vor allem Glas. So viel, dass der Strandabschnitt heute den Spitznamen „Glass Beach“ trägt. Millionen von kleinen und großen Glasteilen wurden die letzten Jahrzehnte vom Küstenwasser glattgeschliffen und bieten dem Auge heute etwas ganz Besonderes.

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Allerdings nicht ohne Nebenwirkungen: Glass Beach ist in den vergangenen Jahren berühmt geworden. Im Sommer kommen inzwischen jeden Tag rund 1.000 Touristen. Weil die meisten von ihnen auch ein wenig Glas mitnehmen, kommt es allmählich zu einem merklichen Schwund der Küstensubstanz.

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2012 beschäftigte sich der Stadtrat von Fort Bragg bereits mit der Möglichkeit, den Strand mit neuem Glas aufzufüllen – aufgrund der zu hohen Kosten wurde diese Idee jedoch wieder verworfen. Seit 2015 läuft vor Ort eine Initiative, die sich dafür einsetzt, die Strände wieder mit neuem Glas zu befüllen.

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