Ein Neustart? Trump empfängt Ägyptens Präsident Al-Sisi in Washington

Ein Antrittsbesuch unter guten Vorzeichen: Betont warmherzig und freundschaftlich hat US-Präsident Donald Trump seinen ägyptischen Amtskollegen Abdel Fattah Al-Sisi am Montag in Washington empfangen. Es ist der erste Besuch eines ägyptischen Staatschefs im Weißen Haus seit acht Jahren. Nach eher frostigen bilateralen Beziehungen unter seinem Vorgänger Barack Obama, strebe Trump einen Neustart an, hieß es vorab aus dem Weißen Haus.

Beim Treffen der beiden Präsidenten im Oval Office betonte Trump, man sei sich in vielen Dingen einig. “Ich möchte, dass alle wissen, falls es daran irgendeinen Zweifel gab, dass wir hinter Präsident Al-Sisi stehen”, sagte Trump. “Er hat wirklich einen hervorragenden Job gemacht. Wir stehen wirklich hinter Ihnen und hinter Ägypten.”

Im Zentrum der Gespräche in Washington stehen die gegenseitigen Beziehungen sowie regionale und internationale Themen. Ägypten geht seit Jahren gegen einen Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vor allem auf dem Sinai vor. Seit dem Sturz des demokratisch gewählten islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Jahr 2013 verübt die Terrorgruppe immer wieder Anschläge, die vor allem Sicherheitskräfte in Ägypten treffen. Trump hatte Ägypten schon kurz nach seiner Amtseinführung eine stärkere Kooperation gegen den Terrorismus zugesichert.

USA & Ägypten: Trump und Al-Sisi wollen Terrorismus gemeinsam bekämpfen https://t.co/1JdVpN0z7a— Domeniktv Wirtschaft (@DtvWirtschaft) 3 avril 2017

Getting ready to meet President al-Sisi of Egypt. On behalf of the United States, I look forward to a long and wonderful relationship.— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) 3 avril 2017

Unter US-Präsident Barack Obama war das Verhältnis zu Al-Sisi zeitweise recht angespannt. Nach dem Amtsantritt Al-Sisis legte der Demokrat Waffenverkäufe an Ägypten vorübergehend auf Eis, machte diese Entscheidung aber zwei Jahre später wieder rückgängig. Seine Regierung prangerte immer wieder Menschenrechtsverletzungen an, musste aber auch einräumen, dass Ägypten strategisch zu wichtig sei, als dass man die milliardenschwere Hilfe für das Land einfach einstellen könne.

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