Mehrere Verletzte und hoher Sachschaden nach Tornado in der Eifel

Ein Tornado ist am Mittwochnachmittag durch die Eifel-Gemeinde Roetgen in der Städteregion Aachen gefegt. Der Wirbelsturm hat mehr als 30 Häuser beschädigt, zehn davon sind nun unbewohnbar. Auch mehrere Menschen wurden verletzt.


“Er ist durchgefegt, kurz und heftig”, fasste ein Feuerwehrsprecher gegenüber der dpa zusammen, was am Mittwoch in der Gemeinde Roetgen südlich von Aachen geschehen ist. Gegen 18 Uhr hatte sich binnen Minuten ein Tornado gebildet und in kürzester Zeit zwei Straßen verwüstet, bevor er genauso schnell wieder verschwand.

Laut Angaben des Kommunalverbandes hinterließ der Sturm 35 beschädigte Häuser, zehn davon bezeichnete ein Sprecher als “nicht mehr bewohnbar”. Zwei Häuser hätten kein Obergeschoss mehr, der anschließende Regen sorgte für zusätzliche Schäden. Im Umland seien Bäume umgefallen, Autos durch umherfliegende Teile getroffen worden. Außerdem seien bei dem Tornado mehr Menschen verletzt worden als zunächst angenommen. “Fünf Menschen sind leicht verletzt worden, vier von ihnen wurden im Krankenhaus behandelt”, sagte ein Feuerwehrsprecher.


30 Menschen vorläufig ohne Obdach

Die Feuerwehr schätzt, dass etwa 30 Menschen vorübergehend eine andere Bleibe finden müssen. Die meisten kommen demnach bei Verwandten und Bekannten unter. Für alle anderen habe ein Hotelier Zimmer und Logis kostenlos zur Verfügung gestellt. Roetgens Bürgermeister Jorma Klauss ist stolz über den Zusammenhalt, den seine Gemeinde angesichts der Notlage zeigt und betont: “Wir sind gefasst, bei uns bricht keine Panik aus.”

Während des kurzen, heftigen Sturms waren 200 Feuerwehrleute und 30 Polizisten im Einsatz. Die nun folgenden Aufräumarbeiten müssen das Ausmaß der Zerstörung gänzlich offenbaren.

Der Wirbelsturm hat die Gemeinde Roetgen südlich von Aachen in NRW getroffen. (Bild: Getty Images)

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