Einbruch in China belastet Audi

Audi-Neuwagen in Bremerhaven. In China laufen dem Hersteller die Kunden davon. Foto: Carmen Jaspersen

Der Einbruch der Autoverkäufe in China hat Audi im ersten Quartal stark gebremst. Der Konzern will sich deshalb breiter aufstellen.

Die VW-Tochter lotet auf dem wichtigen Markt derzeit eine Zusammenarbeit mit dem SAIC-Konzern als zweitem Partner neben dem langjährigen Partner FAW aus - sie hat damit die bisherigen Vertragshändler stark verunsichert.

Deshalb hat Audi auf seinem wichtigsten Einzelmarkt China statt 140 000 nur noch 109 000 Autos verkauft und dort auch ein Viertel weniger verdient.

Wegen der Entwicklung in der Volksrepublik sank der weltweite Audi-Absatz im ersten Vierteljahr um 7 Prozent und der Umsatz von 14,5 auf 14,3 Milliarden Euro. Wie Audi am Donnerstag in Ingolstadt mitteilte, stieg das Betriebsergebnis des Konzerns insgesamt dennoch leicht auf 1,24 Milliarden Euro, weil vor einem Jahr noch eine hohe Sonderbelastung durch Takata-Airbags angefallen war.

Außerdem brachte jetzt der Verkauf von Anteilen an dem Kartendienst Here - er gehörte bisher Audi, BMW und Daimler zu je einem Drittel - 183 Millionen Euro in die Kasse. Das Konzernergebnis vor Steuern stieg von 0,96 auf 1,43 Milliarden Euro. Der im Joint Venture mit FAW verbuchte Gewinn aus China sank jedoch um ein Viertel auf 120 Millionen Euro.

Der Audi-Vorstand hatte sich optimistisch gezeigt, trotz der derzeitigen Streitigkeiten auf Jahressicht auch in China zu wachsen.

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