Eine hält weiter zu ihm: Harvey Weinstein bekommt im Gefängnis Besuch von seiner Freundin

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 3 Min.

Mit der Enthüllung von Harvey Weinsteins langer Geschichte an sexueller Belästigung und Vergewaltigungen begann sein rapider Abstieg vom erfolgreichen Film-Mogul zu einem der meistgehassten Menschen in Hollywood. Die Konsequenz seiner Taten: Der Verlust seiner Freiheit, seiner Karriere und seine Ehe. Doch der ehemalige Produzent hat angeblich längst eine neue Freundin gefunden, die ihn nun sogar im Gefängnis besucht.

WESTWOOD, CALIFORNIA - JULY 31: Actress Alexandra Vino attends the premiere of "The Creatress" at iPic Westwood on July 31, 2019 in Westwood, California. (Photo by Paul Archuleta/Getty Images)
Die Schauspielerin Alexandra Vino ist Presseberichten zufolge mit Harvey Weinstein liiert (Symbolbild: Paul Archuleta/Getty Images)

Mehr als 80 Frauen haben Harvey Weinstein sexuelle Übergriffe vorgeworfen. In zwei Fällen - viele der anderen waren verjährt - wurde er Anfang des Jahres schuldig gesprochen und sitzt seitdem eine 23-jährige Haftstrafe ab.

Seine zweite Ehefrau Georgina Chapman trennte sich kurz nach dem Bekanntwerden von seinen Taten von Weinstein und ist mittlerweile von ihm geschieden. Doch Medienberichten zufolge hat der 68-Jährige längst eine neue Beziehung. Die Schauspielerin Alexandra Vino soll mit dem einstigen Film-Mogul angebandelt haben, obwohl er gerade wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung vor Gericht stand.

Sie besucht ihn im Gefängnis

Und wie die “Daily Mail” berichtet, besteht die Beziehung immer noch. Eine Quelle verriet der britischen Boulevard-Zeitung, dass Vino gerade erst mehrere Stunden im Hochsicherheitsgefängnis Wende Correctional Facility in New York verbracht hat, um Harvey Weinstein zu besuchen.

Corona-Verdacht: Harvey Weinstein ist im Gefängnis erkrankt

Seit August sind Besuche dort wieder möglich, nachdem sie Corona-bedingt lange Zeit komplett abgesagt worden waren. Dennoch fiel das Treffen der beiden distanzierter aus als sonst, wie der anonyme Insider der “Daily Mail” verriet: “Sie musste Abstand halten, Umarmungen oder Berührungen sind aktuell nicht möglich, und natürlich mussten beide eine Maske tragen. Aber sie saßen nahe beieinander, und ich bin sicher, dass sie ohne die Covid-Maßnahmen Händchen gehalten hätten.”

NEW YORK, NY - JULY 11: Harvey Weinstein arrives for his appearance in criminal court on July 11, 2019 in New York City. Weinstein is facing rape and sexual assault charges from two separate incidents. (Photo by Kevin Hagen/Getty Images)
Harvey Weinstein wurde zu Beginn des Jahres zu 23 Jahren Haft verurteilt (Bild: Kevin Hagen/Getty Images)

Viel Privatsphäre hatten den beiden in dem Besucherzimmer, das Häftlingen in Schutzhaft vorbehalten ist, ebenfalls nicht. Wie alle Besuche wurde auch ihrer von einem Polizeibeamten gefilmt, zwei weitere warteten vor der Tür. Dennoch hätte Vino “glücklich ausgesehen” und sei bis zum Ende der Besuchszeit um 15 Uhr geblieben. Weinstein sei hingegen immer noch auf eine Gehhilfe angewiesen, mit der er auch zum Prozess erschienen war, “aber sein Gesicht ist nicht mehr so fahl und er sieht nicht mehr todkrank aus”.

Vino sieht Weinstein als Opfer

Offiziell bestätigt ist die Beziehung der beiden nicht. Der “New York Post” sagte Alexandra Vino, dass sie ihr Privatleben schützen wolle, doch Insidern zufolge sind die beiden ein Paar. Auch sonst hält Vino sich über ihre Person bedeckt - nicht einmal ihr richtiges Alter gibt sie preis. Der “Post” zufolge ist sie 30 Jahre alt, die Film-Website “imdb.com” gibt 27 Jahre an. Seit 2009 arbeitet sie stetig als Schauspielerin in Serien, Kurzfilmen und ergatterte schon kleine Rollen in größeren Produktionen wie “Spenser Confidential” mit Mark Wahlberg.

Strafanzeige erweitert: Harvey Weinstein wegen drei neuer Vergewaltigungsfälle angeklagt

Alexandra Vino sieht Harvey Weinstein nicht in der Schuld. “Jeder scheint Harvey zu hassen, aber sie hassen Harvey nicht wirklich,” sagte sie der “Post”. “Ihnen wird gesagt, wie sie sich fühlen sollen. Er ist der Sündenbock für die MeToo-Bewegung, und sie hat sein Leben zerstört. Er war ihr Menschenopfer.”

Ihr sei bewusst, dass ihre Verbindung zu Weinstein ihrer Karriere eher schaden könne. “Mit Harvey befreundet zu sein, hat mir nicht geholfen. Wenn überhaupt hat es mir schlechte Publicity verschafft, mit jemandem zusammen zu sein, den alle hassen.” Ihre Arbeit sei ihr wichtig, doch mehr als alles andere “will ich authentisch sein”.

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