Einkauf nehmen und gehen: Jetzt will auch Aldi Nord seinen Kunden Shopping ohne Kassen ermöglichen

Könnt ihr eure Einkäufe bei Aldi bald direkt in den eigenen Rucksack legen statt erst in einen Einkaufskorb? - Copyright:  Rolf Vennenbernd/picture alliance via Getty Images
Könnt ihr eure Einkäufe bei Aldi bald direkt in den eigenen Rucksack legen statt erst in einen Einkaufskorb? - Copyright: Rolf Vennenbernd/picture alliance via Getty Images

Markenzeichen von Discountern wie Aldi und Lidl ist neben den vielen Eigenmarken und günstigen Preisen vor allem die Schnelligkeit der Kassiererinnen und Kassierer. Wer ohne Einkaufskorb in die Filiale kommt und die gekauften Artikel direkt in seiner Einkaufstasche verräumen will, gerät da nicht selten unter Druck. Doch die Zukunft des Discounters könnte ganz anders aussehen: Wie Aldi Nord am Mittwoch mitteilte, beschließt die Unternehmensgruppe eine strategische Partnerschaft mit dem Unternehmen Trigo Vision.

Der Name ist kein Unbekannter: Die israelische Firma entwickelt unter anderem KI-gesteuerte Kamerasysteme für das kassenlose Bezahlen im Handel. Und Aldi Nord ist nicht der erste Partner aus dem Lebensmitteleinzelhandel. Mit Rewe und Netto gibt es bereits Pilotprojekte in Köln, Berlin und München und auch die größte britische Handelskette Tesco ist Trigo-Partner.

Erste Testfiliale eröffnete im Juli

Seit Juli haben Aldi Nord und Trigo die Zusammenarbeit in der ersten vollautomatisierten Aldi-Filiale im niederländischen Utrecht getestet. Kunden melden sich über eine App an und scannen am Eingang einen ihnen zugewiesenen QR-Code. Unter anderem über hunderte Deckenkameras wird dann erfasst, was sie aus den Regalen nehmen und beispielsweise direkt in den Rucksack legen. Beim Verlassen der Filiale wird die Bezahlung automatisch abgebucht.

„Noch liegen uns keine abschließenden Ergebnisse vor“, kommentiert Aldi-Nord Technik-Chef Sinanudin Omerhodzic das Pilotprojekt. „Aber die ersten Erkenntnisse sind vielversprechend. Darauf bauen wir jetzt auf und entwickeln das Aldi Shop & Go Konzept und die dahinter stehende Spitzentechnologie weiter.“ Die Software soll auch dazu dienen, Warenbestände in Echtzeit zu prüfen und die Abläufe in den Filialen und Lieferketten vorausschauend steuern zu können. „Um den Discount erfolgreich in die Zukunft zu führen, müssen Technologie und Geschäft Hand in Hand gehen“, sagt Omerhodzic.