Einmal betrunken am Steuer rechtfertigt noch keinen sogenannten Idiotentest

Alkoholtest

Wer einmal betrunken am Steuer erwischt wurde, muss deshalb noch keinen sogenannten Idiotentest ablegen. Solch eine von Betroffenen gefürchtete Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) darf grundsätzlich erst ab einem Blutalkoholwert von 1,6 Promille angeordnet werden, entschied das Bundesverwaltungsgericht in zwei am Donnerstag in Leipzig verkündeten Urteilen. (Az. 3 C 24.15 und 3C 13.16)

Im ersten Verfahren sollte sich die Klägerin vor der Neuerteilung des Führerscheins einer MPU unterziehen, weil sie mit 1,28 Promille Auto gefahren war. Im zweiten Fall war der Kläger mit 1,13 Promille unterwegs gewesen.

Die Leipziger Richter entschieden nun, dass bei einer "einmaligen Trunkenheitsfahrt" und einem Blutalkoholwert von unter 1,6 Promille noch keine MPU angeordnet werden darf - es sei denn, es liegen "weitere aussagekräftige Tatsachen" vor, die die Annahme von künftigem Alkoholmissbrauch begründen.

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